1858 nahm die Mechanische Baumwoll-
Spinnerei und Weberei Bamberg die Produktion
auf. Die in Gaustadt gelegene Fabrik war das
erste Großunternehmen der Region. Im Jahr 1927
schloss sich der Betrieb mit anderen Firmen
zur Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg
(kurz: Erba) zusammen. 1943 wurden Teile
des Unternehmens vom NS-Staat beschlagnahmt
und für geheime Rüstungsproduktionen
verwendet. Nachdem die Erba in der
Nachkriegszeit
zu neuer Blüte gefunden hatte,
trieb der Baustoffhändler Hans Glöggler den
Betrieb 1975 beinahe in den Konkurs. Von den
Folgen erholte sich das Unternehmen nur noch
zeitweise. Im Sommer 1993 stellte die Nummer
5 der deutschen Textilindustrie die Produktion
ein. Die Autoren stellen eine spannende
Unternehmensgeschichte und ein wichtiges
Stück fränkischer Regionalgeschichte vor.
Andreas Dornheim
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