Was ist das für eine Welt, die das Kino hervorbringt und doch nicht verhindert, daß die Zuschauer nach dem Ende der Vorstellung wieder auf sich selbst angewiesen sind? Frank Böckelmann, Kinoenthusiast und Kinoverleugner, geht dieser Frage hartnäckig nach. Die einfache Beschreibung des Entzückens im verdunkelten Saal kündigt das stillschweigende Einverständnis der Cineasten mit den Volkserziehern auf: daß das Filmesehen für etwas anderes, »draußen im Leben«, gut oder schlecht sein soll.
Frank Böckelmann
geboren 1941 in Dresden
Filmkritik Filmstars Kulturwissenschaft
Die Süddeutsche Zeitung schreibt:
Böckelmann hat, wie ein Phantom aus den dunklen Kinosälen heraus, alle überholt mit seinem philosophischen Buch übers Kino: Kinohistoriker und Soziologen, uns Kritiker und postmodernists. Für mich ist dies das beste deutsche Buch zum Geburtstag des Kinos.
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