Henryk M. Broder, prominentester jüdischer Journalist Deutschlands und Mitbegründer von Achgut.com, feiert am 20. August 2026 seinen achtzigsten Geburtstag. Keine Auseinandersetzung über Judenhass geht an seinen scharfsinnigen Worten und Analysen vorbei, er prägte die Debatten um den Zustand der deutschen Gesellschaft wie kaum ein anderer im Journalismus. Zu diesem Anlass veröffentlicht die Achgut Edition eine Neuauflage seines 1986 erschienenen Bestsellers, der die deutsche Befindlichkeit damals wie heute schmerzlich trifft, denn das Buch belegt anschaulich, dass Antisemitismus keine Spezialität rechter Dumpfbacken und ewig Gestriger ist, sondern zum systemischen Gedankengebäude Intellektueller aller Couleur gehört. Heute sagt Broder: Kein Antisemit würde je zugeben, dass er einer ist. Er wird sagen: „Ich habe nichts gegen Juden, nur gegen Zionisten.“ Oder: „Ich übe doch nur Israelkritik, das ist nicht verboten.“ Das ultimative Argument setzt der Heuchelei die Krone auf: „Gerade, weil wir als Deutsche eine besondere Verantwortung für Israel haben …“
Henryk M. Broder, prominentester jüdischer Journalist Deutschlands und Mitbegründer von Achgut.com, feiert am 20. August 2026 seinen achzigsten Geburtstag. Keine Auseinandersetzung über Judenhass geht an seinen scharfsinnigen Worten und Analysen vorbei, er prägte die Debatten um den Zustand der deutschen Gesellschaft wie kaum ein anderer im Journalismus. Zu diesem Anlass veröffentlich die Achgut Edition eine Neuauflage seines 1986 erschienenen Bestsellers, der die deutsche Befindlichkeit damals wie heute schmerzlich trifft, denn das Buch belegt anschaulich, dass Antisemitismus keine Spezialität rechter Dumpfbacken und ewig Gestriger ist, sondern zum systemischen Gedankengebäude Intellektueller aller Couleur gehört. Heute sagt Broder: Kein Antisemit würde je zugeben, dass er einer ist. Er wird sagen: „Ich habe nichts gegen Juden, nur gegen Zionisten.“ Oder: „Ich übe doch nur Israelkritik, das ist nicht verboten.“ Das ultimative Argument setzt der Heuchelei die Krone auf: „Gerade, weil wir als Deutsche eine besondere Verantwortung für Israel haben …“
Henryk M. Broder
Henryk Modest Broder, geboren 1946 in Katowice, Polen, kam 1958 mit seinen Eltern über Wien nach Köln, wo er zuerst den Führerschein und dann das Abitur machte. Sein Weg führte ihn von den St. Pauli Nachrichten, konkret und pardon über die Frankfurter Rundschau, die taz, die ZEIT und den SPIEGEL zur Welt-Gruppe. Mitbegründer von Achgut.com, der Achse des Guten. In seiner Freizeit sammelt er Schneekugeln und Kühlschrankmagneten und pflegt seinen Migrationshintergrund.
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