Als 1813 die Kriegsfurie im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet wütete, schien für viele das Ende aller Tage gekommen. Vor allem Russen und Franzosen verheerten ganze Dörfer und brachten unermessliches Leid über die Bevölkerung. Einzig der Glaube und stete Zuversicht boten den geschundenen Seelen Halt in den Wirrnissen der Zeitläufe. Vorgelebt wurde ihnen dies von Christian Friedrich Gerschner (1779-1846), dem evangelischen Pfarrer des Dorfes Markersbach bei Pirna. Seine Aufzeichnungen erschüttern noch heute. Einst Chronist seiner Zeit, ist er auch im 21. Jahrhundert ein Mahner für Frieden und Menschlichkeit. Seine gründlich recherchierte Biografie ermöglicht einen realistischen Blick auf die fulminanten Veränderungen am Beginn des 19. Jahrhunderts und stellt Bezüge zur Prominenz dieses Zeitalters her.
Marco Schröder
Marco Schröder, Jahrgang 1980, hat lange Zeit in Dresden gelebt und ist Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte. Er ist verheiratet und wohnt in Uhingen bei Stuttgart. Intensiv widmet er sich der Erforschung seines Heimatortes Markersbach und ist als dessen Ortschronist tätig. Von 2013 bis 2024 gab er den historischen Kalender "Damals in Markersbach" heraus. Mit dem Buch "DER FALL REHN" hat er 2022 sein erfolgreiches Debüt auf dem deutschen Buchmarkt gegeben. Es folgten 2023 die Ergänzungsbände "Die Königs", "Die übel-berüchtigte Rinds-Familie" und "Neues von Königs, Rinds und Rehns". In seinem 2025 erscheinenden neuesten Buch „Prominenz im Bauerndorf – Dresdens Hofjuweliere zur Zeit des Augusteischen Barock“ widmet er sich in romanesk-dokumentarischer Art und Weise einer bislang unbekannten Facette des Augusteischen Zeitalters.