Die Präsidialkanzlei war der erste Gebäudeabschnitt, den Albert Speer 1938 im Ensemble der Neuen Reichskanzlei errichtete. Sie beherbergte die „Adjutantur der Wehrmacht beim Führer und Reichskanzler“, die „Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers“, die „Kanzlei des Führers der NSDAP“ sowie die „Adjutantur des Führers“. Der vorliegende Band liefert eine Aufarbeitung der Baugeschichte der Präsidialkanzlei, angefangen bei den 1937 angefertigten ersten Entwürfen für Baumodelle bis hin zur Zerstörung durch Fliegerbomben, Straßenkämpfe und den Abriss. Es werden unter anderem die drei im Jahr 1937 von Albert Speer angefertigten und später verworfenen Erstentwürfe analysiert und mit der 1938 errichteten Bauausführung verglichen. Die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Entwurfsphasen liefert Aufschlüsse über die Entwicklung des Architekten Albert Speer und gibt zugleich Einblicke in den sich verändernden Raumbedarf der Präsidialkanzlei. Die 3D-Rekonstruktionen des Gebäudes ermöglichen dem Leser Einblicke in Bereiche, die auf historischen Fotos nicht überliefert sind. So werden neben der öffentlichen Straßenfassade auch die Fassaden des Lichthofes gezeigt, die von der Voßstraße aus nicht einsehbar waren.
Weitere Bände der Reihe unter: www.atelier-neubauer.de
Christoph Neubauer
Albert Speer Berlin Reichskanzlei Adolf Hitler