Flucht ins Leben ist die ehrliche und zugleich humorvolle Lebensgeschichte eines Menschen,der immer wieder auf Bühnen, aber auch am Abgrund stand. Armin Rösl erzählt von Kindheit und Jugend im Schatten eines alkoholkranken Vaters, von Angst, Selbstzweifeln und schweren Depressionen – bis hin zu Momenten, in denen er nur noch an den Sprung aus dem Leben dachte. Doch er berichtet ebenso von der Kraft durch Begegnungen, von überraschenden Zufällen, von Lachen in der Klinik, von Freundschaft, Liebe und Musik. Mit der Neugier eines Reporters und der Energie einer Rampensau nimmt Rösl seine Leserinnen und Leser mit auf eine Achterbahnfahrt durch Schmerz und Hoffnung, Dunkelheit und Licht. Ein Buch, das Mut macht und zeigt, dass es auch in tiefer Verzweiflung Hoffnung gibt.
Der Journalist Armin Rösl erzählt offen, ehrlich und mit Humor von seiner Kindheit im Schatten eines alkoholkranken Vaters, seinem Absturz in die Depression – und seinem Weg zurück ins Leben. Eine autobiografische Achterbahnfahrt zwischen Dunkelheit und Licht, die Mut macht und zeigt, dass es auch in tiefster Verzweiflung Hoffnung gibt.
Die Wiese des Friedhofs, auf dem mein Vater beerdigt wurde, war an jenem Frühlingstag saftig grün. Für die Trauerrede hatte ich mir vorgenommen, keine Totenverehrung zu betreiben, sondern zumindest in Ansätzen zu sagen, wie es war.
Das habe ich getan, nachdem ich meinem Therapeuten davon erzählte und ihm die Rede zeigte.
Als ich nach der Trauerfeier an der Spitze des kleinen Trauerzuges an der Grabstelle ankam und nach rechts blickte, traute ich meinen Augen nicht: Auf dem Stein des übernächsten Urnenerdgrabes, neben jenem meines Vaters, sah ich ein kleines Bild, auf dem Andi zu sehen war. Jener Andi, der als »Brian« damals beim Schulfasching der Star der Kreuzigungsszene war. Ich habe ihn seit der Schulzeit nicht mehr gesehen, auf dem Foto lächelt er und trägt seine typische John-Lennon-Brille.
»Always look onthe bright side of life.«
Armin Rösl
Armin Rösl, geboren 1973 in Regensburg, arbeitet seit 25 Jahren als Redakteur bei der Mediengruppe Münchner Merkur/tz. Zuvor sammelte er Erfahrungen in verschiedensten Jobs – vom Barkeeper bis zum Moderator – und volontierte bei einer Regionalzeitung. Neben seinem Beruf engagierte er sich jahrelang ehrenamtlich als stellvertretender Vorsitzender und Sprecher der Deutschen DepressionsLiga e.V.
Er unterstützt eine Stiftung in Ghana, ist seit über zehn Jahren als Nikolaus unterwegs und tritt in München als Straßenkünstler und Hobby-DJ auf. Er lebt mit seiner Frau und drei Söhnen in Poing bei München.
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