In seinem umfangreichen Werk schildert der australische Rechtsgelehrte William Edward Hearn die verblüffend einheitliche Sozialstruktur der Indogermanen.
Er beginnt beim kleinen Nukleus, dem Haushalt, in dem er bereits alle staatlichen und religiösen Funktionen der späteren Gebilde vorhanden sieht. Ahnenglaube, Patriarchat und der Erbfolgegedanke verknüpfen sich hier zu einer potenten Familienstruktur.
Im zweiten Teil erweitert sich der Blick auf die Sippe und den Klan, also weitere Verwandtschaftsverhältnisse, die in ähnlicher Weise organisiert sind und von gemeinsamer religiöser Bindung, rechtlicher Verpflichtung und Abstammungsgedanken getragen sind.
Der dritte Teil der Reihe sieht diese Entwicklung im Staatswesen gipfeln. Die Indogermanen, das sind Römer, Griechen, Kelten, Germanen, Perser, Hindus und Slawen, legen dabei charakteristische Fundamente für ihr Staatswesen. Haushalt, Sippe und Staat bilden ein stimmiges Ganzes und beeinflussen sich gegenseitig. Wie die Indo-Europäer die dabei entstehenden Konflikte lösten und mit ihrem Gesellschaftswesen weltweit erfolgreich wurden, das schildert Hearn in diesem bemerkenswerten Dreiteiler.
William Edward Hearn
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