Folter ist eine der schwersten Verletzungen der Menschenrechte. Wie kaum andere Vergehen zeigt sie, welches Leid Menschen ein-
ander zufügen können. Trotz der Bemühungen, diese Praxis aus-
zurotten, bleibt Folter weltweit Realität. Der Begriff Folter hat seine
Wurzeln im lateinischen torquere, was »verdrehen« bedeutet. Torquere bezieht sich auf Mechanismen, bei denen die Gliedma-
ßen und Gelenke in unnatürlichen Winkeln verdreht und schließ-
lich gebrochen werden. Folter ist eine nach internationalem Recht verbotene Praxis, die auch unter außergewöhnlichen Umständen nicht zulässig ist.
Mariana S. Leone
Dr. Mariana S. Leone studierte und promovierte zu internationalen Beziehungen an der Universidad Autonoma de Madrid und arbeitet derzeit für die Justizbehörde von South Carolina in den Vereinigten Staaten. Sie hat im Europäischen Parlament gearbeitet und an der Universität von Bath, der Universität von Chile und dem FLACSO Ecuador geforscht. Ihre Forschung konzentriert sich auf die diskursive, politische und soziale Konstruktion von Identitäten und wie diese die Dynamik von Gewalt, Widerstand und Sicherheit beeinflussen.
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