Johann Valentin Meder (1649–1719), geboren in Thüringen, verbrachte den größten Teil seines Lebens an der Ostsee. Als Kantor, Organist, Kapellmeister und Komponist war er in Tallinn (Reval), Riga und in Danzig (Gdansk) tätig. Meders Mobilität ließen sein Wirken und Werk Teil der Musikgeschichte mehrerer Regionen, Städte und Länder werden. U.a. Dieterich Buxtehude schätzte den „höchst herausragenden Herrn Joh. Valentin Meder, der am Studium der Musik ungewöhnlicher Art immer Vergnügen findet“, und Johann Mattheson lobte seine Modernität.
Das Buch nimmt die Tätigkeit Meders in Wechselbeziehung mit den Lokaltraditionen von Tallinn, Danzig und Riga unter die Lupe und beleuchtet seine geistlichen Vokalwerke im musikgeschichtlichen Kontext. Die Studie bietet neue Erkenntnisse über den musikkulturellen Austausch im Ostseeraum.
Anu Schaper
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