Ljudmila Gurtschenko Gurtschenko Meine erwachsene Kindheit

Meine erwachsene Kindheit

von Ljudmila Gurtschenko

Charkiw 1941-1945

EUR 19,90

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Beschreibung

Die berühmte sowjetische und russische Schauspielerin Ljudmila Gurtschenko (1935–2011) beschreibt in ihren Kindheitserinnerungen die deutsche Besatzung in ihrer Heimatstadt Charkiw (1941–1943): »Damals war ich sechs. Ich nahm alles in mich auf und vergaß nichts. Ich hatte sogar zu weinen verlernt. Ich wurde erwachsen nicht in Tagen, sondern in Stunden.« Der Vater ist an der Front. Ljussja und ihre Mutter schaffen es nicht, evakuiert zu werden. Sie bleiben in der von den Deutschen besetzten Stadt. Während des Winters sperren die Truppen der Wehrmacht die Zufahrten nach Charkiw ab, und in der Stadt beginnt eine Hungersnot. Der brutale Feind mit dem Maschinengewehr ist allgegenwärtig. Ljussja sieht die Hinrichtung von Partisanen und leidet unter Hunger, Kälte, Durst. Im Februar 1943 befreit die Rote Armee Charkiw zum ersten Mal, doch bald kehren die ‹zweiten Deutschen› mit nunmehr hemmungsloser Brutalität zurück. Der ‹Vergasungswagen› fährt durch die Stadt. Die Frauen und Kinder versuchen zu überleben; die kleine Ljussja stiehlt auf dem Markt und tritt als Sängerin (auch vor den Deutschen) auf. ‹Meine erwachsene Kindheit› (Russisch 1982) erscheint hier erstmals auf Deutsch. Ljudmila Gurtschenko hat die Übersetzung im Alter persönlich in die Hände der Rostocker Übersetzerin Doreen Blask gelegt. Für das Titelblatt wurde ein Kinderfoto von Ljussja aus dieser Zeit verwendet. Was es bedeutet, wenn der Krieg ins Leben kommt – aus der Perspektive des kleinen Mädchens. (Katrin Eigendorf, ZDF-Korrespondentin in der Ukraine) Lassen Sie sich dieses Buch nicht entgehen! (Viktor Jerofejew, russischer Schriftsteller) Ich habe Ljudmila Gurtschenko immer mit Marlene Dietrich verglichen. (Abt Daniil Irbits, Prior des russisch-orthodoxen Klosters St. Georg zu Götschendorf bei Berlin)
Kindheitserinnerungen an die deutsche Besatzung von Charkiw 1941–1944, 202 Seiten, dt. Erstausgabe. Das gedruckte Buch erscheint zeilen- und seitenidentisch in zwei Formaten: als literarischer Talisman im Format Kleinoktav (= DIN A6) und als Tischausgabe und Vorlesebuch im Format Großoktav (= DIN A5) sowie als E-Book.
»Damals war ich sechs. Ich nahm alles in mich auf und vergaß nichts. Ich hatte sogar zu weinen verlernt. Die Kraft reichte nicht dafür. Ich wuchs in dieser Zeit und wurde erwachsen nicht in Tagen, sondern in Stunden.« In ihrem autobiografischen Band ‹Meine erwachsene Kindheit› – dem ersten von drei Erinnerungsbänden – beschreibt Ljudmila Markowna Gurtschenko (1935–2011) ihre Kindheit in Charkiw, wo sie von 1941 bis 1943 die Zeit der deutschen Besatzung überlebte. Es sind Erinnerungen an den Krieg, die sich für immer in das Gedächtnis eines Kindes eingeprägt haben. Ljussja ist noch nicht einmal sechs Jahre alt, als die Wehrmacht am 24.10.1941 in Charkiw einmarschiert. Der Vater ist nach Kriegsausbruch an die Front gegangen. Ljussja und ihre Mutter schaffen es nicht, evakuiert zu werden. Sie bleiben in der von den Deutschen besetzten Stadt. Während des Winters sperren die Truppen der Wehrmacht die Zufahrten nach Charkiw praktisch ab. In der Stadt beginnt eine Hungersnot, die mit der Blockade von Leningrad vergleichbar ist. Die erschöpfte Bevölkerung wird von den Deutschen und deren Helfershelfern ausgeplündert und getötet. Der brutale Feind ist mit seinem Maschinengewehr allgegenwärtig. Ljussja sieht die Hinrichtung von Partisanen und leidet unter Hunger, Kälte, Durst. Im Februar 1943 befreit die Rote Armee Charkiw zum ersten Mal. Doch bald kehren die ‹zweiten Deutschen› zurück, wie die Einwohner sie nennen, und lassen ungehemmte Brutalität walten. Der ‹Vergasungswagen› beginnt, durch die Stadt zu fahren. Die Frauen und Kinder erleben eine schreckliche Zeit der Ohnmacht und versuchen zu überleben, so gut sie können; die kleine Ljussja stiehlt auf dem Markt und tritt als Sängerin (auch vor den Deutschen) auf. Sie ist nicht verzweifelt, nein, sie ist stolz darauf, die Ernährerin der Familie zu sein. ‹Meine erwachsene Kindheit› (Russisch 1982) erscheint hier erstmals auf Deutsch. Ljudmila Gurtschenko hat die Übersetzung im Alter persönlich in die Hände der Rostocker Übersetzerin Doreen Blask gelegt, die ihre deutsche Nachlassverwalterin geworden ist. Sie wird nach und nach auch die beiden späteren Erinnerungsbände auf Deutsch herausbringen.

Autor*in

Ljudmila Gurtschenko
Eine der berühmtesten Filmschauspielerinnen der Sowjetunion und Russlands

Themen in »Meine erwachsene Kindheit«

Kindheitserinnerungen Zweiter Weltkrieg Sowjetunion Schauspielerin Russischer Film Charkiw Wehrmacht

Stimmen zu »Meine erwachsene Kindheit«

Liebe Leserin, lieber Leser, Sie haben die einmalige Gelegenheit, mit dem Leben der großen sowjetischen und russischen Schauspielerin Ljudmila Gurtschenko in Berührung zu kommen. Bei der Lektüre ihrer Erinnerungen werden Sie ihre Kindheit miterleben, die Zeiten des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit nachempfinden und sich schlicht in ihr wirkliches Leben hineinversetzen. Ich habe Ljudmila Gurtschenko immer mit Marlene Dietrich verglichen – zwei Frauen mit großem schauspielerischem Talent, aber unterschiedlichen Schicksalen. Ich bin froh, dass ich Ljussja viele Jahre lang nahestand. Wir teilten unsere Geheimnisse, unsere Freuden und Sorgen. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre des Buches und bin mir sicher, dass Sie sich anschließend noch mehr für das Werk dieser großen Frau interessieren werden. Ihr Abt Daniil Irbits, Prior des russisch-orthodoxen Klosters St. Georg zu Götschendorf bei Berlin
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Details

ISBN: 9783910325562
Verlag: Verlag Angelika Gontadse
Erscheinung: 15.10.2023

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