Hitlers Blitzsiege machten 1940 zum gefährlichsten Jahr in der jüngeren Geschichte der Schweiz. Das völlig eingeschlossene Land war auf Gedeih und Verderb Nazi-Deutschland ausgeliefert. Die Last seiner Aussenpolitik lag auf den Schultern von Bundespräsident Marcel Pilet-Golaz. Mit viel Geschick steuerte er die Schweiz unbeschadet durch stürmische Monate.
In der Geschichtsschreibung gilt der Waadtländer als „Anpasser“, der den Nazis zu Gefallen war. Hanspeter Born zeichnet ein anderes Bild des Juristen, Schöngeists und Landwirts aus der Romandie. Seine auf Primärquellen, teils unbekannte Dokumente aus dem Familienarchiv Pilet, basierende Studie wertet den Umstrittenen als klugen und standfesten Staatsmann.
„…Born schildert akribisch, von Tag zu Tag, wie sich der Bundesrat zu Entscheidungen durchrang, wie er diese dem Volk erklärte, was die Reaktionen waren. Immer setzt er dabei den Bezug zur weltpolitischen Lage. Durch die detailreiche, chronologische Schilderung wähnt man sich mitten im Geschehen; streckenweise liest sich das Buch spannend wie ein Krimi.“
Rico Bandle, SonntagsZeitung, 10.05.2020
„Borns kriminalistisches Gespür und Sprache sind beneidenswert. Der Einstieg ist der Hammer: ‚Noch vor Morgengrauen schreckt das Geknatter von Fliegerabwehrkanonen Clare Hollingworth aus dem Bett. Es ist Freitag, der 1. September 1939.‘“
Dr. Regula Stämpfli, Historikerin, Politikwissenschaftlerin
Hanspeter Born
Hanspeter Born, aufgewachsen in Bern, Dr. phil. hist. der Universität Bern. Redaktor beim Schweizer Radio, Korrespondent in Washington (1977-1982), Auslandschef der ‘Weltwoche’ (1984-1997), Autor von Sachbüchern, darunter “Mord in Kehrsatz”, “Für die Richtigkeit - Kurt Waldheim”, sowie (mit Benoit Landais) “Die verschwundene Katze” und “Schuffenecker’s Sunflowers”. Zuletzt erschien seine Pilet-Golaz Trilogie “Politiker wider Willen” (Oktober 2020), “Staatsmann im Sturm” (März 2020) und “Diplomat auf Drahtseil” (Oktober 2025).
Geschichte der Schweiz Schweizer Politik 2. Weltkrieg Nachkriegszeit
…ein stattlicher Band, es ist eine tolle Lektüre, weil sie das Klima des Krieges genau wieder gibt - so hatten es mir meine Eltern erzählt, mein Vater war jahrelang im Aktivdienst und wurde später Oberst. Es war eine andere Zeit, aber plötzlich ist sie mit Corona und Deinem Buch wieder präsent.
Jürg Altwegg, Publizist
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