Zürich, Schwabenland, New York – ein Leben sucht seinen Weg.
Alois Frei hat überlebt, was kein Kind hätte ertragen müssen. Einst als Schwabenkind fortgegeben, entrechtet und vergessen, steht er nun an der Schwelle zu einem neuen Leben. Doch bevor Zukunft möglich wird, muss die Vergangenheit ans Licht. Seine Mutter Anna kämpft in Zürich darum, endlich gehört zu werden. Professor Märki setzt alles daran, Alois und Leni aus der Gewalt jener zu befreien, die Kinder wie Besitz behandeln. Und Leni muss vor fremden Männern aussprechen, was ihr angetan wurde – damit aus Angst endlich Wahrheit wird.
Während Alois am Polytechnikum in Zürich seinen aussergewöhnlichen Weg beginnt, wächst auch Leni über das hinaus, was andere ihr zugestanden hätten. Aus Schutz wird Bildung, aus Abhängigkeit Selbstvertrauen, aus zwei verlorenen Kindern werden Menschen, die ihr Leben nicht länger von anderen bestimmen lassen wollen.
Doch der Weg führt weiter. Nach Zürich, St. Gallen und schliesslich nach New York, wo Alois als junger Techniker und Erfinder in eine Welt eintritt, die von Fortschritt, Geld und neuen Möglichkeiten geprägt ist. Dort begegnet er Louisa, der Tochter eines einflussreichen Unternehmers, und erkennt, dass Herkunft nicht über Zukunft entscheiden muss – solange man den Mut hat, die eigenen Ketten zu durchbrechen.
Schwabenkind Band II erzählt von Schuld und Aufarbeitung, von Mut, Bildung und sozialem Aufstieg, von Frauen und Männern, die sich gegen Unrecht stellen, und von Kindern, denen die Welt zu spät zuhört – aber nicht zu spät, um ihr Schicksal zu verändern.
Ein grosser historischer Roman über Würde, Gerechtigkeit und den langen Weg aus der Entrechtung in ein selbstbestimmtes Leben.
Konrad Falkenberg
Geschichte ist mehr als eine Abfolge von Ereignissen – sie ist das Drama menschlicher Entscheidungen.
Nicht die Jahreszahlen stehen im Zentrum, sondern die Menschen dahinter: ihre Zweifel, ihre Überzeugungen, ihre Fehler und jener Moment, in dem sie gezwungen sind, eine Entscheidung zu treffen. Genau dort beginnen die Romane von Konrad Falkenberg.
Seine Geschichten führen mitten hinein in die grossen Umbrüche der Vergangenheit. Sie erzählen von Zeiten, in denen Macht über Glauben entscheidet, Intrigen über Leben und Tod bestimmen und das Schicksal einzelner Menschen untrennbar mit dem Lauf der Geschichte verwoben ist. Ob kirchliche Machtkämpfe des Mittelalters, politische Spannungen oder persönliche Tragödien – im Mittelpunkt steht stets die Frage, was einen Menschen dazu bringt, so zu handeln, wie er handelt.
Konrad Falkenberg verbindet sorgfältige historische Recherche mit spannungsgeladenen Handlungen und starken Figuren. Seine Romane wollen nicht nur informieren, sondern Geschichte erlebbar machen: als lebendige Welt voller Konflikte, Hoffnungen, Abgründe und Konsequenzen.
Der Weg zum Schreiben war nicht geradlinig. In der Schweiz geboren, war Konrad Falkenberg viele Jahre im internationalen Management tätig und bereiste mehr als achtzig Länder. Doch die Faszination für Geschichte liess ihn nie los. 2007 begann er zu schreiben, zunächst Kurzgeschichten, in denen erste Ideen, Figuren und historische Stoffe Gestalt annahmen. Zwei Jahre später folgte sein erster Roman.
Seit 2015 widmet er sich konsequent dem historischen Roman und schreibt seither durchschnittlich ein neues Buch pro Jahr. Bis heute sind zehn Romane entstanden, die nun nach und nach im Chronicon Verlag veröffentlicht werden. Jedes dieser Bücher folgt dem Anspruch, historische Authentizität mit epischem Erzählen zu verbinden – für Leserinnen und Leser, die Geschichte nicht nur verstehen, sondern erleben möchten.
Heute lebt Konrad Falkenberg mit seiner Frau im Kanton St. Gallen in der Schweiz und arbeitet weiter an Geschichten, die zeigen, dass die Vergangenheit nie wirklich vergangen ist.
Schwabenkinder Verdingung Frauen in Abhängigkeit