Vom Ende der Selbstverständlichkeit
Mit scharfer Beobachtung und feiner Ironie seziert Daniel Goetsch eine Erfolgsgeschichte, hinter der Verlust, Ruin und ein Familiengeheimnis lauern. Es beginnt mit einem Knall: Ein angesehener Zürcher Geschäftsmann zerstört im Museum ein wertvolles Gemälde. Kurz darauf stirbt er in der psychiatrischen Klinik. Seine drei erwachsenen Kinder bleiben verstört zurück und müssen zusehen, wie der Wohlstand, in dem sie aufgewachsen sind, vor ihren Augen zerbröckelt. Sarah will auf Lesbos einen Dokumentarfilm über Geflüchtete drehen, während sich Eli als Schauspieler in Berlin durchschlägt – nur Konrad scheint als Anwalt eine solide bürgerliche Existenz zu leben. So unterschiedlich die drei denken, lieben und leiden, müssen sie alle nun mit dem klarkommen, was ihnen bleibt: verwirrende Erinnerungen, böse Gerüchte, existentielle Verunsicherung. Eine unerreichbare Mutter. Und eine Halbschwester mit Ansprüchen.
»Der Lauf der Dinge schien ihnen auf ewig wohlgesinnt. Vaters Tod war, so gesehen, der erste Schlag, den sie erlitten. Zum ersten Mal mussten sie jetzt damit klarkommen, dass ihnen etwas fehlte.«
Zeitgenössisches Familiendrama über Verlust und ein Geheimnis
Generation Y zwischen Erbe, Wirklichkeit und Selbstfindung
Ironisch, präzise, psychologisch packend erzählt
Daniel Goetsch
Daniel Goetsch, geboren 1968 in Zürich, aufgewachsen im Kanton Aargau, lebt heute als freier Autor in Berlin. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft nahm er am Dramenprozessor teil und wurde Dramatiker und Schriftsteller. Seither sind zahlreiche Theaterstücke, mehrere Romane und Hörspiele entstanden, u.a. der Monolog »Mir«, der im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt wurde, oder die komischeTragödie »Ammen« (ausgezeichnet mit dem Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts). Nach u.a. »Herz aus Sand«, »Ein Niemand« und »Fünfers Schatten« ist »Nachlass« sein siebter Roman.
Generation Y Familie Erbe Familiendrama Verlust Selbstfindung Geheimnis