Die vorliegende Untersuchung befasst sich mit dem Ausbau der Schweizer diplomatischen Vertretung im Gebiet der ehemaligen Donaumonarchie unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Welche Motive lagen dem Ausbau dieser Posten zugrunde? Welche Rolle spielte die umfassende Neuorientierung hin zur differentiellen Neutralität, welche die Schweizer Aussenpolitik damals prägte? Welchen Einfluss hatte die aussenwirtschaftlich motivierte Suche nach neuen Absatzmärkten für die krisengeschüttelte Schweizer Exportwirtschaft? Welche Rolle spielte der Einfluss einzelner Verwaltungsbehörden, privater Verbände und der Schweizer Öffentlichkeit? Gestützt auf amtliche Quellen der Bundesbehörden bewertet die Arbeit den Einfluss all jener Faktoren. Darüber hinaus stellt sie die Ausbaufrage in den breiteren Kontext der damaligen Entwicklung des Schweizer Aussenministeriums. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zum noch wenig erforschten Gebiet der organisatorischen Diplomatiegeschichte der Schweiz während der Zwischenkriegszeit.
Bruno Suter
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«Es gelingt ihm [dem Autor], die höchst spannende Geschichte der Spätphase der Donaumonarchie und ihrer Erben aus der interessanten Perspektive der schweizerischen Diplomatie für einen breiten Leserkreis plastisch dazustellen. […] Sehr breit ist auch die Materialgrundlage, die er für seine Arbeit erschlossen hat und die neben der ausgewerteten Fachliteratur auch reiches Archivmaterial aus verschiedenen Schweizer Archiven und Bibliotheken umfaßt. » (Erik Evtimov, Österreichische Osthefte)
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