Der Prozess der Edition erst macht Texte zugänglich. Verlässliche Editionen bilden die Grundlage nicht nur literaturwissenschaftlicher, sondern jeglicher wissenschaftlicher Beschäftigung mit originalen Texten. Die Charakteristik der einzelnen Editionstypen, von denen die historisch-kritische Ausgabe nur der bekannteste ist, wird anhand der editionswissenschaftlichen Literatur des 20. Jahrhunderts genauer untersucht. Die neuartige Systematik der Editionsfaktoren bietet den Beschreibungsraster und lässt Tendenzen in der Entwicklung der Ausgabentypologien sichtbar werden. Die Ergebnisse geben zudem auch auf die Frage der modernisierenden Texteingriffe eine klare Antwort, da erstmals deren ausgabentypologische Bedingtheit reflektiert wird.
Heinrich Meyer
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«Es ist dem Verfasser mit seiner Arbeit gelungen, aus der Geschichte der Editionstypologie Strukturen herauszuarbeiten, die sowohl die Basis für die aktuelle Diskussion in der Editionswissenschaft verbessern als auch in der Formulierung und Weiterführung der festgestellten Tendenzen richtungweisend sind. Darüber hinaus bietet M. einen repräsentativen Forschungsüberblick sowie ein umfangreiches Literaturverzeichnis und ermöglicht so einen direkten Zugang zu den wesentlichen Positionen und Problemen der Editionswissenschaft.» (Wieland Carls, Referatedienst zur Literaturwissenschaft)
«Die vorliegende Dissertation bildet eine wertvolle Klarstellung der vielseitigen aktuellen Diskussion über wissenschaftliche Editionstheorie und -praxis in der neuen germanistischen Literatur.» (Catherine Viollet, Germanistik)
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