Die Vorstellung von Tirol ist stark von den Bildern geprägt, die Werbestrategen im Sinne der Steigerung von Nächtigungszahlen entwerfen. Diese stehen jedoch keineswegs über den klimatischen, ökologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, im Gegenteil, sie müssen hinterfragt werden. Susanne Gurschler und Anna Rottensteiner schlagen drei unterschiedliche literarische Wege ein, um sich mit dem Tourismus auseinanderzusetzen. In ihren als dreiteiliges Bild angelegten Gedichten macht sich Susanne Gurschler auf die Suche nach dem, was an vermeintlich „Authentischem“ zu finden ist und orientiert sich am unmittelbar Sicht- und Spürbaren, um gleichzeitig über dieses hinauszuweisen. Anna Rottensteiner stellt im erzählenden Essay „Ein Bild von einem Gletscher“ den Vorstellungen des nicht mehr ewigen Eises die eigenen Erfahrungen entgegen. In der Erzählung „Selig die Träumenden“ treibt sie Entwicklungen auf die Spitze, und es stellt sich heraus: Was als Dystopie entworfen wurde, kann – für Natur und Tiere – durchaus eine Utopie sein.
Susanne Gurschler
Tourismus Tirol Werbestrategen Nächtigungen Klima Ökologie Gesellschaft
Die Gedichte von Susanne Gurschler sind wie ein detailliertes Gemälde; man versinkt darin und entdeckt in ihnen eine ganze Welt.
Sünje Lewejohann
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Ein wunderbar nicht nur historisch verwobener Text über Vielsprachigkeit, zu der auch die Sprache des Schweigens gehört.
Isabella Feimer über „Mutterbande“
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