Der freie Pädagoge und Konstruktivitätsforscher Gerald Koller lebt in unmittelbarer Nähe des Grünen Bandes. Als die erste Welle der Pandemie uns alle dazu nötigte, unseren Aktionsradius einzuschränken, besann er sich wieder auf das Naheliegende: Die unberührte Natur in seiner Umgebung, die österreichisch-ungarische Grenze. Ehemals Todeszone durch den Eisernen Vorhang, nun das Grüne Band. Für Gerald Koller ist es ein Symbol für den Wandel vom Desaster zu neuem Leben, aber auch für die existenzielle Verbundenheit über Grenzen. Seine Ausflüge inspirierten ihn dazu, eine metaphorische Wanderung entlang des Grünen Bandes zu konzipieren. In fünf Passagen erklärt er in „ZUSAMMEN HALT FINDEN“, wie wir die Geschichte des Grünen Bandes nutzen können, um die Corona-Krise als Chance für Weiterentwicklung zu sehen – im persönlichen Sinn und im globalen.
Dieses Buch kann allen Orientierung geben, die im pädagogischen und sozialen Bereich sowie Erwachsenenbildung tätig sind oder sich mit Zukunftsentwicklung in der Gemeinde beschäftigen. Anhand des Grünen Bandes, wo vormals der Eiserne Vorhang verlief, demonstriert Gerald Koller, wie wir durch Empathie unsere Psyche stärken und den Weg durch Krisen finden können. Die Entwicklung des Grünen Bandes von einer Todeszone in blühende Naturschutzgebiete dient dabei als Beispiel. Es animiert zur Selbstreflexion und Weiterentwicklung im Dialog mit sich selbst und dem Umfeld. Gerald Koller führt uns zur Überlegung, den Weg aus der Krise mit räumlicher Distanz und gleichzeitiger sozialer Nähe zu finden. Im Anhang stellt der Autor sieben konkrete Ausflugsziele am Grünen Band für unterschiedliche Interessensgruppen vor, um diesen Aufbruch mit allen Sinnen erlebbar zu machen. „ZUSAMMEN HALT FINDEN“ ist ein Buch, das langsam gelesen werden will. Gerald Kollers Stil zeichnet sich aus durch Vergleiche, kreative Wortspiele und komplexe Satzstrukturen, die in Inhalt und Form unseren Weg durch das Labyrinth der Krise abbilden wollen. Dies lädt die Leserinnen und Leser immer wieder dazu ein, eine Pause zu machen, manchen Absatz erneut zu lesen und darüber nachzudenken. Für jeden der fünf Abschnitte des Buchs empfiehlt der Autor überdies eine musikalische Begleitung.
Gerald Koller
Der Konstruktivitätsforscher Gerald Koller lebt im Burgenland in unmittelbarer Nähe des Grünen Bandes, wo einst der Eiserne Vorhang Europa trennte.
Unter seinem Lebens- und Arbeitsmotto „Im Dialog mit der Welt“ erstellt der Autor seit vier Jahrzehnten ermutigende Landkarten für ein umfassenderes Kommunikations- und Gesundheitsverständnis. Er gibt als freier Pädagoge in Seminaren sein Wissen weiter. Gerald Koller gründete das „Forum Lebensqualität“, das der Bildung eines globales Miteinanders dient. Seine Orientierungshilfen – unter anderem zusammengefasst im Ansatz der Resonanzpädagogik® – weisen in Form von Modellen, Essays, Erzählungen und Studienwegen den Weg von der Destruktivität zur konstruktiven Auseinandersetzung – und finden international Anwendung.
Er entwickelte die Grundlagen für das Konzept „risflecting“, das den verantwortungsvollen Umgang mit Rausch- und Risikosituationen beschreibt. Das Modell wird seit zwei Jahrzehnten erfolgreich in der Erwachsenenbildung, Schule, Jugendarbeit, Verkehrserziehung und Alpinpädagogik eingesetzt. Die Entwicklung dieses Konzepts brachte ihm die Ernennung zum „Ashoka Fellow“ und die Aufnahme in das globale Netzwerk „making more health“ ein. Ashoka ist die weltweit größte Organisation, die sich für Sozialunternehmerinnen und -unternehmer einsetzt. Die sogenannten „Fellows“ erhalten ihren Titel aufgrund herausragender Konzepte und Ideen zur Verbesserung sozialer Problemlagen und werden bei deren Verbreitung unterstützt.
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