Resultat der Finanzkrise 2007/08 war die Entstehung einer Vielzahl an Regelungen, die die Wahrscheinlichkeit reduzieren sollen, dass Banken künftig insolvent werden bzw dass eine solche Insolvenz gravierende systemische Folgen nach sich zieht. Das wesentlichste Regelungspaket in diesem Zusammenhang stellt die Bank Recovery and Resolution Directive – BRRD – dar, die seit Anfang 2015 in Österreich als Bankensanierungs- und -abwicklungsgesetz – BaSAG – anzuwenden ist.
Das BaSAG setzt sich aus sechs Bestandteilen zusammen: Sanierungsplanung, Frühintervention, gruppeninterne finanzielle Unterstützung, Abwicklungsplanung und MREL, Abwicklung und Abwicklungsfinanzierung. Diese Elemente sind im Detail sehr unterschiedlich, bilden jedoch ein Gesamtgefüge zum Krisenmanagement von Banken. Ziel des Handbuchs „Sanierung und Abwicklung von Banken“ ist es, einen umfassenden Überblick über die Elemente des BaSAG zu bieten, wobei insbesondere auf die Zusammenhänge und wechselseitigen Verflechtungen der einzelnen Bestandteile eingegangen wird und diese auch im europäischen Kontext von Single Supervisory Mechanism (SSM) und Single Resolution Mechanism (SRM) dargestellt werden. Einen Schwerpunkt bildet das für Banken wesentliche Thema MREL.
Barbara Reisenhofer
ist Juristin in der Abteilung Aufsicht über sonstige Groß- und Regionalbanken der FMA, Schwerpunkt Bankensanierung und Crisis Management.
Studium der Rechtswissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Wien, Rechtspraktikum, Assistentin am Institut für Zivilverfahrensrecht der Universität Wien mit wissenschaftlichem Schwerpunkt Insolvenzrecht.
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