Evolutionary Environments - homo sapiens - an Endangered Species?
Immer tiefer gehende Umwälzungen und dadurch ausgelöste menschliche Tsunamis erfordern definitiv eine unvoreingenommene Analyse der menschlichen Plattentektonik - und jener Triebkräfte, die zu kulturellen erschiebungen führen und so uralte Werte unter sich begraben und auflösen.
Die Suche nach angemessenen Antworten auf diese Herausforderung hat die Autoren, verwurzelt in unterschiedlichen ulturen, veranlasst die ewige Frage gemeinsam zu überdenken: Wer sind WIR? und Wie kann sich der homo sapiens selbst beschränken?
- homo sapiens. eine gefährdete Spezies?)
Immer tiefer gehende Umwälzungen und dadurch ausgelöste menschliche Tsunamis erfordern
definitiv eine unvoreingenommene Analyse der menschlichen Plattentektonik - und jener
Triebkräfte, die zu kulturellen Verschiebungen führen und so uralte Werte unter sich begraben und
auflösen. "Die Menschheit braucht mehr als einen Planeten, um zu überleben" ist nichts anderes als
Hilferufe von einer Arche zu senden, die den Namen ERDE trägt. Statt auf die nächste Generation
zu hoffen, auf technologische und politische Durchbrüche, muss der homo sapiens die
Grundprinzipien der Evolution endlich respektieren und sich selbst ernsthaft Grenzen setzen.
Die Menschheit, verstanden und angestrebt als das ultimative WIR, ist inzwischen zum
Schrittmacher der Evolution geworden.
Aber sind denn „der Mensch“ und „die Globalisierung“ überhaupt geeignete Denkfiguren, die das
Überleben des homo sapiens garantieren? Oder sind es nicht Vorstellungen, die schon die Väter des
Turms von Babel verführt haben, wenn nicht Adam und Eva, als letztere ein paar Früchte vom
Baum der Erkenntnis kosteten, die versprachen dabei zu helfen eine größere Realität zu verstehen
und zu kontrollieren?
Hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen seit ihrer Gründung vor mehr als 70 Jahren
wirklich Kriege verhindert? Oder haben die „Vereinten Nationen“ nicht vielmehr zur Entstehung
einer globalen Ordnung beigetragen, die auf der mentale Entschlossenheit ruhte, die jeweils andere
Weltmacht mit der Drohung zu disziplinieren, sie vollständig auslöschen zu können und das auch
notfalls zu tun?
Noch wichtiger: Hat die Charta der Vereinten Nationen nicht wesentlich zu jenen Problemen
beigetragen, die heute das physische Überleben der Menschheit gefährden, die sich seither ohne
Sinn und Verstand vermehrt hat? Folgen wir nicht blind einem Kurs von Individuen wie Eleanor
Roosevelt, Stéphane Hessel oder Albert Schweitzer, der schließlich zu einer Weltordnung führen
muss, die jener ähnelt mit der Ordnung in Gefängnissen geschaffen wird?
Und noch verstörender: Verwandeln sich geheiligte Werte, die Liebe zu kleinen Kindern, die
Nächstenliebe oder ein mit allen Mitteln herbeigeführtes Wirtschaftswachstum, nicht in eine Art
Droge, die den Planeten mit maligner Wucherung überziehen?
Diese und weitere Fragen haben die Autoren, verwurzelt in unterschiedlichen Kulturen veranlasst,
die uralte Frage zu überdenken: Wer sind WIR? und Wie kann sich der homo sapiens selbst
beschränken? in Zeiten, in denen sich sowohl unsere physische als auch unsere mentale Umwelt zu
einer existentiellen Herausforderung entwickeln - die den homo sapiens zu einer gefährdeten
Spezies machen.
Wolfgang Sassin
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