Die Psychoanalyse stellt eine wichtige Behandlungsmethode im psychotherapeutischen Feld dar und ist eine einflussreiche Stimme in den kultur- und geisteswissenschaftlichen Diskursen unserer Zeit.
Kritische Auseinandersetzungen, insbesondere ausgehend von feministischen und queeren Theorien, werden von der Psychoanalyse kaum aufgegriffen und es gibt innerhalb der psychoanalytischen Theorie und Praxis wenig Bewusstsein für die in ihr wirkenden patriarchalen und heteronormativen Diskurse. Die Psychoanalyse wird daher in den aktuellen Debatten um Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen meist nicht als adäquater theoretischer Zugang wahrgenommen.
Dieser Sammelband möchte einen produktiven Dialog zwischen Psychoanalyse und queeren Theorien im deutschsprachigen Raum initiieren, die unhinterfragten heteronormativen Paradigmen innerhalb der Psychoanalyse dekonstruieren, aber auch wichtige Impulse für das Aufgreifen psychoanalytischer Ansätze in queeren Theorien liefern.
Mit Beiträgen von:
Tim Dean, Teresa de Lauretis, Jack Drescher, Lee Edelman, Antke Engel, Griffin Hansbury, Susann Heenen-Wolff, Esther Hutfless, Jack Pula, Ilka Quindeau, Almut Rudolf-Petersen, Christoph Sulyok, Eve Watson, Anne Worthington, Barbara Zach
Esther Hutfless
Esther Hutfless arbeitet als Philosoph*in und freie Wissenschaftler*in in Wien. Sie* ist Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie der Universität Wien und Psychoanalytiker*in in Ausbildung unter Supervision beim Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse. Sie* arbeitet in freier Praxis in Wien. Ihre* Forschungsfelder beinhalten: Poststrukturalismus, Dekonstruktion, Feministische Philosophie, Psychoanalyse und Queer Theory. Esther Hutfless beschäftigt sich intensiv mit Fragen von Körper, Geschlecht, Begehren, der Dekonstruktion von Identitätskategorien, dem Verhältnis von Queer Theory, Psychoanalyse und Philosophie sowie queerenden Praktiken und neuen Ästhetiken des Schreibens.
Freud Lacan Psychoanalyse Queer Theory