Das griechische Wort „architektoneo“ heißt „Baumeister sein“. Die Architektonische Philosophie bearbeitet daher die Kunst des Bauens, was eigentlich eine Technik ist. Stellt man sich die Frage, was ist Technik als Idee, und was ist Technik als Handlung, dann geht es in einer Philosophie der Technik um Denkprozesse, die ein technisches Programm ins Werk setzen. Wenn der Mensch technisch handelt und ein Produkt anstrebt, gibt er seine Reflexionsprozesse als Programm an einen Mechanismus ab, der das Produkt herstellen kann. Die derzeitigen rapiden, nicht vorhersehbaren, technischen Entwicklungen in Robotik und Kommunikationstechnologie können aber nur verstanden werden, wenn wir das Subjektiv-Individuelle des Menschen besser erklären können. Abgesehen von den Theorien des rein Geistigen, kann kein Zweifel bestehen, dass ein Hirnmodell erarbeitet werden muss, das auf experimenteller Grundlage erklärt, wo in den Gehirnstrukturen die ich-bewussten Mechanismen des Strebens, der Planung und Entscheidungen erzeugt werden und wie diese Strukturen die Umweltinformation strukturieren, sodass sich der Mensch als ich-bewusstes Wesen verhalten kann. Den Kern meiner Philosophie der Technik bildet daher ein neues Hirnmodell, in welchem sich subjektives Verhalten erzeugt, und welches nicht den Ergebnissen einer informationsverarbeitenden Maschine vergleichbar ist.
Bernhard J. MItterauer
Bernhard Mitterauer, geboren 1943 in Salzburg, ist Universitätsprofessor für Neuropsychiatrie. Matura im humanistischen Gymnasium in Kremsmünster. Nach dem Medizinstudium Ausbildung zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Habilitation an der Universität Graz. Studium der Philosophie bei Gotthard Günther in Hamburg. Von 1989 bis 2009 Professor und Vorstand des Institutes für Forensische Neuropsychiatrie an der Universität Salzburg. 2004 Errichtung der Sonderstation für geistig abnorme Rechtsbrecher an der Christian-Doppler-Klinik Salzburg. Gründung des Gotthard-Günther Archivs sowie des Volitronics Institutes für Grundlagenforschung, Psychotherapie und Hirnphilosophie. Geprägt von einem christlich-humanistischen Weltbild hat Mitterauer zahlreiche interdisziplinäre Studien veröffentlicht (www.volitronics-institute.at). Diese umfassen Psychopathologie, Suizidologie, Forensische Psychiatrie, Psychologie, Robotik und Philosophie. Das gesamte wissenschaftliche Werk beruht auf neuen Forschungsansätzen und Modellen. Seine 1989 erstmals veröffentlichte Architektonische Philosophie liegt mittlerweile in zahlreichen Buchveröffentlichungen vor. Basierend auf der Günther-Logik hat Mitterauer seine Hirnmodelle in internationalen Patenten technisch beschrieben.
Seit der Schenkung des Gotthard-Günther Archivs an die Staatsbibliothek zu Berlin (2012) werden auch die wissenschaftlichen Arbeiten von Mitterauer dort archiviert. 1981 wurde ihm der Anton-von Eiselsberg-Preis der Österreichischen Ärztekammer für seine Selbstmordforschung verliehen. 2001 wurde er vom amerikanischen Barons-Verlag zu den „Global 500 Leaders for the New Century“ ausgewählt. Mitterauer ist Govenor of the Institute of Global Issues and Solutions of the World Wide Society.
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