Der Titel des europäischen Hegemons war seit den Anfängen ihrer Staaten zwischen Deutschland und Frankreich hin und her gegangen. Heute sehen viele Deutschland als die Führungsmacht unseres Kontinents. Das war Deutschland die längste Zeit der abendländischen Geschichte, aber ab 1600 nicht mehr. Dann kam Frankreich an die Reihe. Dann wieder wir. Dann Frankreich, dann wieder wir. In den 200 Jahren seit der Leipziger Schlacht wechselte der Titel in immer kürzeren Abständen. Die überwölbende Herrschaft der USA seit ihrem Kriegseintritt 1917 bleibe hier ausgeklammert. Der Wettlauf der beiden Abkömmlinge des Frankenreiches um den ersten Platz in Europa dauert offenbar an. Er ist wie folgt nachzuzeichnen, um zu der für uns heute wichtigen Frage hinzuführen: Kann dieser für beide so anstrengende Wettlauf einmal beendet werden?
Menno Aden
Menno Aden ist Rechtswissenschafter mit den Fachschwerpunkten Internationales Recht und Wirtschaftsrecht. Er war auch Vorsitzender der Staats- und wirtschaftspolitischen Gesellschaft e. V., Hamburg.
Dr. Aden ist mit einer Vielzahl von juristischen, aber auch literarischen und geschichtlichen Büchern und Veröffentlichungen hervorgetreten.
Den Lesern der Eckartschriften ist er durch den Band Nr. 106 „Die Schlacht im Teutoburger Wald. Wendepunkt für Europa und die Welt“ (2009), „Friedrich II. Der Große! Das Ende des alten Reiches der Deutschen und die Verwandlung Europas“ (2012), Nr. 215 „Deutsche auf fremden Thronen. Vom Mittelalter bis in unsere Tage“ (gemeinsam mit Franz Rader; 2014) und Nr. 216 „Wilhelm II. und Franz Joseph I. Ein Kontrastpaar als Bundesgenossen“ (gemeinsam mit Lothar Höbelt; 2014) bereits bekannt.
Frankreich Mitterand, Francois Nachbarländer