Das Paragramm macht beispielsweise aus einem "Haus" eine "Maus", aber auch einen "Halm". Bereits in der Antike nachweisbar, bekam der fröhliche Buchstabenaustausch in der frühen Neuzeit einen Namen und erlebt gegenwärtig eine Blütezeit, ohne dass sein Name allzu bekannt wäre. Es kann auf der Straße aufgelesen werden, findet sich in Auslagen und auf Plakaten, aber auch auf Wände gesprüht; es steht in der Zeitung, ist zu Gast in Funk und Fernsehen, postet sich durchs Internet, lässt Schüttelreime rütteln und begleitet manchen Liedtext. Eine große Rolle spielt es nicht zuletzt auch in der Literatur, vor allem in der sprachreflexiven, experimentellen, und es eignet sich hervorragend für kritische Brechungen und ironisierende Verschiebungen, vom Pastiche bis zur Persiflage. Im vorliegenden Sammelband wird die Form des Paragramms von 42 AutorInnen in Text und Bild ausgelotet. Mit Beiträgen von Armin Baumgartner, Katja Beran, Marietta Böning, Theo Breuer, Christoph Bruckner, Gerlinde File, Petra Ganglbauer, Florian Gantner, Thomas Havlik, Wolfgang Helmhart, Regina Hilber, Christine Huber, Peter Huckauf, Gerhard Jaschke, jopa, Mark Kanak, Christian Katt, Ilse Kilic, Magdalena Knapp-Menzel, Richard Kostelanetz, Stefan Krist, Robert Krokowski, Manuela Kurt, Axel Kutsch, Peter Marwitz, Wilfried Öller, Helga Christina Pregesbauer, Sophie Reyer, Claudio Rodriguez Lanfranco, Gerhard Rühm, Angelika Schröder, Birgit Schwaner, Gunther Skreiner, Hartmut Sörgel, Lisa Spalt, Petra Johanna Sturm, United Queendoms, Günter Vallaster, Fritz Widhalm, Daniel Wisser, Irene Wondratsch und Andrea Zámbori.
Günter Vallaster