Es ist sicher nicht alltäglich, dass ein Bauer ein Buch schreibt, und zwar über die Bauernarbeit in seinem Tal. Wenn er dazu noch alle die darin erwähnten bäuerlichen Arbeitsgeräte in klaren, sauberen Streichzeichnungen beifügt, dann ist so ein Buch eine kleine Kostbarkeit. Erika Hubatschek hat dieses Dokument bäuerlicher Arbeit aus längstvergangener Zeit als Faksimile-Nachdruck neu herausgegeben und um 40 eigene Aufnahmen aus dem Zeitraum 1941 – 1994 sowie einen Textbeitrag erweitert, der vergleichend die damalige Zeit mit der jetzigen verbindet.
Erika Hubatschek
1917 in Klagenfurt geboren und in der Obersteiermark aufgewachsen, studierte Erika Hubatschek Geographie, Volkskunde und Leibesübungen in Graz und Innsbruck. 1940 promovierte sie mit einer kulturgeographisch-volkskundlichen Dissertation „Almen und Bergmähder im Oberen Lungau“ bei den Professoren H. Kinzl und H. Wopfner. Von 1940 bis 1978 war sie als Gymnasiallehrerin in Innsbruck tätig.
Schon seit 1940 gilt ihr großes Interesse den Bergbauern und ihrem Wirken. Nicht nur aus theoretischem Wissen, sondern besonders auch durch tatkräftige Mitarbeit auf vielen Berghöfen hat sie das Bergbauerndasein bis in seine Wurzeln selbst erlebt und seit mehr als 60 Jahren fotografisch festgehalten. So wurde sie zu einer der besten Kennerinnen alpenländischen Bauerntums.
Seit 1949 zahlreiche Vorträge im In- und Ausland (Österreich, Südtirol, Deutschland, Schweiz, USA), Bücher und Fotoausstellungen, u.a. in München, Mailand, Zagreb, Ajaccio, New York, Bozen, Wien, Salzburg, Innsbruck und Berlin.