Jacques Derrida Derrida Chora

Chora

von Jacques Derrida

EUR 11,30

Buch in deiner Nähe kaufen


...oder deine aktuelle Postleitzahl eingeben:
oder

Beschreibung

Derridas Text aus dem Jahre 1987, ein Beitrag zu einer Festschrift für Jean-Pierre Vernant, den großen Historiker und Mythologen des antiken Griechenlands, ist ein Versuch über Chora, die in Platons Dialog Timaios „als Empfängerin und gleichsam Amme allen Werdens“ beschrieben wird, das Zustandekommen der sinnlichen Abbilder des Intelligiblen denkbar macht. Man hat bis hin zu Heidegger Chora immer wieder als Vor-Bild des ausgedehnten Raumes und der rein rezeptiven Sinnlichkeit ausgelegt. Doch geht damit die Provokation ihrer Stellung als ein „drittes Geschlecht“ zwischen dem Sinnlichen und dem Intelligiblen verloren. Denn Chora – die alles empfängt, aber von nichts etwas annimmt – gibt allem seinen Ort, ohne sich selbst je auf einen Ort festlegen zu lassen.Beschreibt Chora nicht noch den eigentümlich ortlosen Ort des Sokrates, der alles vernimmt und nichts für sich behält? Ist Chora nicht gar noch „Ort“ einer Erzeugung der Philosophie, der dem Unterschied zwischen Mythos und Logos vorausliegt und selbst nicht mehr philosophisch reflektiert werden kann? Und der ungreifbare „Ort“, von dem aus das Geschlecht (genos und ethnos), die Stadt und der Staat begründet werden? Fragen, zu denen Derrida in einer brillanten Lektüre gelangt, in der das Verhältnis zwischen dem Platon der Texte und dem Platon des Platonismus radikal hinterfragt wird.

Autor*in

Jacques Derrida

Themen in »Chora«

Timaios Postmoderne Dekonstruktion Platon Vernant, Jean-Pierre Philosophie

Stimmen zu »Chora«

Details

ISBN: 9783900767303
Verlag: Passagen
Erscheinung: 01.01.1990

Link teilen


Über buchnah.de | Die Buchhandlungen | Die Verlage | Impressum & Kontakt | Datenschutz | Presse


Auf dieser Seite kannst Du Buchhandlungen in der Nähe finden