Dominic wurde im Dezember 2002, kurz vor Weihnachten, in einem Lokal durch einen Faustschlag verletzt. Da eine Hilfeleistung von Seiten der Lokalbesucher und der Besitzer des Lokals weitgehend unterblieb, erstickte der junge Mann an Erbrochenem. Dabei wäre es sehr einfach gewesen, ihn zu retten!
Das Buch hat seinen Ursprung im verzweifelten Bemühen von Dominics Eltern, die Ursachen für den Tod ihres Sohnes aufzuklären. Aus den Gesprächen mit ihnen entstand dieser Bericht, der vor allem jugendliche Leser ansprechen will und ein Nachdenken über die Werte
Toleranz und Verantwortungsbewusstsein bei jungen Menschen bewirken soll.
In einer klaren Sprache werden die Vorgänge in jener Nacht beschrieben. Beleuchtet wird auch die Situation der Eltern, die, völlig hilflos, buchstäblich die Welt nicht mehr verstehen und sich erst ganz langsam wieder ein Leben ohne ihren Sohn aufbauen lernen.
Und immer wieder arbeiten die Eltern an sich, Hass und Rachegefühle und Wut nicht aufkommen zu lassen, den Blick nicht zu verlieren für Menschlichkeit und Mitgefühl - nicht einmal in dieser entsetzlichen Situation.
"Dominic" ist ein wertvolles Buch:
Wertvoll für Jugendliche, die "erlesen" können, welche Auswirkungen Gewalt haben kann.
Wertvoll für betroffene Eltern, die Trost finden können im Gefühl des Nicht-alleine-Seins.
Wertvoll für die Schulen, wo das Buch authentische Denkanstösse geben kann.
Wertvoll für die Arbeit mit Grundwehrdienern in den Kasernen.
Wertvoll als Beitrag gegen Gewalt in allen öffentlichen und privaten Bereichen.
Monika Ratzenböck
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