Prof. Dr. Klaus J. Bade gilt als einer der renommiertesten Experten zu Fragen von Migration und Integration. Er war in Deutschland einer der Frühwarner, die die gesellschaftspolitische Dimension des Wandels der ›Gastarbeiterfrage‹ zu einem Einwanderungsproblem und von einer ›Aufnahmegesellschaft‹ mit ›Zuwandererbevölkerung‹ zu einer Einwanderungsgesellschaft erkannten. Unter dem Motto ›Die Bundesrepublik ist kein Einwanderungsland‹ wurden die Warnungen jahrzehntelang verdrängt. Die Folgen sind heute allenthalben zu besichtigen. Sie machen nun nötig, was nach einem von Bade geprägten Begriff ›nachholende Integrationspolitik‹ heißt. In seiner Abschiedsvorlesung blickt er zurück auf den mühsamen Weg von der Verdrängung zur pragmatischen Akzeptanz der gesellschaftlichen Realitäten in Sachen Migration und Integration.
Klaus Jürgen Bade
Dr. phil. habil. Klaus J. Bade ist Historiker, Migrationsforscher und Politikberater. Er ist u.a. Begründer und Vorstandsmitglied des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück, an der Bade von 1982 bis 2007 Professor für Neueste Geschichte war.
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