Eine solidarisch-kritische Analyse – von der Entstehung Syrizas, ihrem Aufstieg als Bewegung und »verbindende Partei« bis zum vorläufigen Scheitern der ersten Regierung Tsipras und dem Versuch, Spielräume linken Regierens unter ungünstigsten Bedingungen auszuloten.
Der Aufstieg Syrizas ist eng mit den Protesten gegen Krise und Austerität verbunden. Nach dem Regierungsantritt im Januar 2015 versuchten die europäischen Institutionen, diese Alternative zu zerstören. Syriza musste ein drittes Memorandum akzeptieren, nicht zuletzt weil es der Linken in Europa nicht gelang, die Kräfteverhältnisse in ihren eigenen Ländern zu verschieben. Seither versucht die Regierung den fast unmöglichen Spagat: Umsetzung des Memorandums, Stärkung seiner rationalen, soziale Abfederung seiner negativen Elemente sowie parallele Durchsetzung progressiver Reformen.
Johanna Bussemer
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