Der Jahwe des Alten Testaments ist nicht der von Jesus verkündete
Gottvater. Diese allzu menschliche, wenig souveräne
Vorstellung von Gott ist kaum nachvollziehbar.
Jesus gelangt infolge eines psychopathologischen, paranoiden
Prozesses zum Glauben an sich selbst als Sohn Gottes,
mit dem er sich nach seiner Auferstehung vereinigt. Er ist
aber weder am Kreuz gestorben noch auferstanden.
Judas war, wie Hebbel sagt, 'der Allergläubigste unter den
Jüngern' und nicht der Verräter. Vielmehr handelte er in
voller Übereinstimmung mit Jesus und nach dessen Willen.
Beide haben vor ihrem Tode die bittere Wahrheit und die
'Ent-Täuschung' erkannt.
Es ist keine endgültige Antwort zu erkennen. Wie lange
der christliche Glaube auf Erden noch Bestand hat, ist
unabsehbar.
Klaus Büsscher wurde am 2. Dezember in Rostock, als
zweites von vier Kindern, geboren. Der Vater war Apotheker,
verlangte Disziplin, ließ aber seinen Kindern auch
Freiräume, die nur durch die bescheidenen Verhältnisse
begrenzt waren. Er begeisterte durch Naturbeobachtungen,
auch Astronomie, mit einem selbstgebauten Spiegelteleskop.
Die liebevolle Mutter hatte es mit vier Kindern oft
schwer. Sie kam in den letzten Kriegstagen, zusammen mit
zwei kleinen Kindern, um. Der älteste Bruder fiel als Freiwilliger
mit 17 Jahren.
Ganz auf sich allein gestellt, verwirklichte der Autor sein
Berufsziel als Arzt und gründete eine Familie mit drei Kindern.
Klaus Büsscher bildete sich mit humanistischer Literatur
bis ins hohe Alter weiter und findet zu Gott.
Klaus Büsscher