Die Zeitschrift Querformat nimmt eine ›quere‹ Perspektive auf zeitgenössische Phänomene, internationale Kunst und Populärkultur ein. Aus Sicht der Kunst-, Design- und Medienwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Gender und Postcolonial Studies werden kulturelle Prozesse und Praktiken kritisch diskutiert.
Das erste Heft widmet sich Nippes, den Staubfängern unserer Wohlfühlwelten. Längst nicht mehr nur Zeichen kleinbürgerlichen Spießertums, ist Nippes als ›Camp‹ oder ›Trash‹ salonfähig geworden. Wissenschaftliche und künstlerische Bild- und Textbeiträge gehen seinen Transformationen in Kunst und Alltagskultur nach. Wenn sich etwa der historische Hofnarr als Gartenzwerg in heutigen Vorgärten wiederfindet, wenn Michelangelos David als Blow-Up in bunten Farben schillert, dabei antike Bemalungen zitiert und ›kitschig‹ verkehrt oder wenn Swarovskis Kristallküken museal geadelt werden, zeigt sich, wie durchlässig die Grenzen zwischen Hoch- und Populärkultur sind.
Sabine Kampmann
Sabine Kampmann (Dr. phil.) ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und aktuell wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Sie war Gastwissenschaftlerin der Forschungsinitiative »Alter(n) als kulturelle Konzeption und Praxis« an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, zuvor Vertretungsprofessorin an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und lehrte als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Ihre Habilitationsschrift widmet sich dem Thema »Die neue Sichtbarkeit des Alters. Greise Körper in Kunst und visueller Kultur (2016)«. In ihrer Dissertation (»Künstler sein«) setzte sie sich Disziplinen übergreifend mit dem Thema Autorschaft in der Gegenwartskunst auseinander.
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»Trotz oder gerade wegen des zunächst etwas undurchdringlich anmutenden Ideen- und Beziehungsgeflechts entzückt der Inhalt jedoch durch eine höchst angenehm-subversive Betrachtung(sweise) des aktuellen Zeit- und Kulturgeschehens.«
Umrisse, 1 (2009)
Besprochen in:
fiber, 15 (2009), Hannah Lisa Kunyik
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