»Generation Golf« ist mittlerweile zum Klassiker der populären Zeitdiagnostik geworden. Dieser Band analysiert kritisch die Hintergründe dieses unerwarteten Bucherfolgs.
Dieses Buch rekonstruiert die Frontstellungen und Abgrenzungen, denen ein populärer Text wie »Generation Golf« seinen Identifikationswert für die Leser verdankt. Wie produziert der Autor sein Ensemble alltäglicher Beobachtungen und Eindrücke so, dass beim Leser Effekte des »Erkennens« provoziert werden?Die Studie verdeutlicht dabei nicht nur, wie, sondern weshalb z.B. der Begriff »Generation« oder das Datum »68« spontane Zustimmung hervorrufen. Dabei verdeutlicht sie, wie sich Pierre Bourdieus Theorie des literarischen Feldes in ein Analyseverfahren überführen lässt, das in den Sprach- und Literaturwissenschaften eingesetzt werden kann.
Tom Karasek
Tom Karasek (Dr. phil.) lehrte Sprachwissenschaft an der Universität Siegen. Seine Forschungsschwerpunkte und Interessen liegen in der Diskursanalyse und in der politischen Kommunikation.
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»Die Dissertation [...] ist eine materialreiche Studie, die an den Leser zwar hohe Ansprüche stellt, aber dafür umso gewinnbringender gelesen werden kann.«
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»Man fragt sich, ob man es bei ›Generation Golf‹ nicht eigentlich mit einem Text zu tun hat, der so tiefgreifender Interpretationen gar nicht bedarf, da er selbst alles unverschlüsselt sagt, was zum Zeitgeist zu sagen wäre. Doch das ist eben die theoretische Volte dieser Arbeit: Der sich selbst bezeugende Zeitgeist wird als Symptom einer Geisteshaltung [...] gesehen, die nun ihrerseits die Kennzeichen und Merkmale der Generation aufscheinen lassen, der Illies zugehört.«
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Besprochen in:Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2008, Christian Schärfwww.single-generation.de, 26.10.2008
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