Stephan Lessenich Lessenich Die Neuerfindung des Sozialen

Die Neuerfindung des Sozialen

von Stephan Lessenich

Der Sozialstaat im flexiblen Kapitalismus

EUR 18,80

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Beschreibung

The welfare state finds itself in a phase of sustained upheaval. That is already common knowledge. But how to define this transformation, this crisis, is clouded in obscurity. The prevailing discourses around the dismantling, or the »neoliberal« rolling back of the welfare state fall short of the mark. As a counter to this, this book proposes to understand the transformation from the welfare state that provides (for people) to the activating and investing welfare state, as a fundamental shift of axes in the relation between the individual and society: as a reinvention of the social. It traces the contours of an »active society«, in which mobility, flexibility and productivity degenerate into political formulae guiding individual self-constraint. No longer is the wellbeing of the individual citizen in the foreground, but rather the welfare of the »societal community«. With this, no less than the fundamental promise of modernity is abandoned: the promise of leading a self-determined life.
Wandel des Sozialstaats oder gar Abbau? Dieser Essay analysiert den aktuellen Wandel des Sozialstaats und zeigt seine tieferen Hintergründe und Konsequenzen: nicht weniger als die radikale Neu-Definition des Sozialen!
Der Sozialstaat befindet sich in einer Phase nachhaltiger Umbrüche. Dies ist mittlerweile Allgemeingut. Doch wie dieser Wandel, ja diese »Krise« näher zu bestimmen ist – darüber herrscht alles andere als Klarheit. Die vorherrschenden Diskurse über die Demontage bzw. den »neoliberalen« Rückzug des Sozialstaats greifen zu kurz. Dieses Buch schlägt dagegen vor, den Wandel vom (ver-)sorgenden zum aktivierenden und investiven Sozialstaat als fundamentale Achsenverschiebung im Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft zu verstehen: als Neuerfindung des Sozialen. Es zeigt die Konturen einer »Aktivgesellschaft«, in der Mobilität, Flexibilität und Produktivität zu politischen Steuerungsformeln individuellen Selbstzwangs verkommen. Nicht länger das Wohlergehen der einzelnen Bürger steht im Vordergrund, sondern vielmehr die Wohlfahrt der »gesellschaftlichen Gemeinschaft«. Damit wird nicht weniger als das Grundversprechen der Moderne aufgegeben: ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Autor*in

Stephan Lessenich
Stephan Lessenich, geb. 1965, ist Professor für soziale Entwicklungen und Strukturen am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 2013 bis 2017 war er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politische Soziologie sozialer Ungleichheit, Wohlfahrtsstaatstheorie, Kapitalismusanalyse und Gesellschaftstransformation sowie die Soziologie des Alter(n)s.

Themen in »Die Neuerfindung des Sozialen«

Capitalism Sozialstaat Politics Kapitalismus Sozialer Wandel Society Politik Social Policy Gesellschaft Political Science Sociology Sozialpolitik Politikwissenschaft Soziologie

Stimmen zu »Die Neuerfindung des Sozialen«

Besprochen in:Rosa-Luxemburg-Stiftung, www.rosalux.de, 13.07.2008www.single-generation.de, 10.11.2008Kommune, 1 (2009), Jens Becker WSI Mitteilungen, 7 (2009), Günther SchmidJugendhilfe, 49/2 (2011), Michael Köhler
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»[A]uf so ein Buch wie das von Stephan Lessenich, das die Fachdiskussion auf knapp 133 Seiten verdichtet, hat man gewartet.«
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»Obwohl erkennbar vor dem Beginn der aktuellen Wirtschaftskrise druckgelegt, stellt das gut lesbare Buch insgesamt einen gelungenen Entwurf zum Verständnis aktueller Entwicklungen des Sozialstaats in der Bundesrepublik dar.«
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»Wie wandelt sich die Sozialstaatsidee in ökonomisch harten Zeiten? Der Jenaer Soziologe Stephan Lessenich steuert zu dieser oft nur abstrakt diskutierten Frage reichhaltiges Anschauungsmaterial bei. Erfrischend polemisch.«
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»Lessenich gelingt eine schöne, zugespitzte Analyse der aktivierungspolitischen Programmatik in verschiedenen Politikfeldern.«
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»Eine innovative und scharfsinnige Kritik moderner Subjektivierungsformen unter den sich verändernden wirtschaftlichen Bedingungen.«
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»Wer sich für Fragen und Infragestellungen des Sozialstaates interessiert, wird mit Lessenichs Buch auf den gegenwärtigen Stand des Diskurses der soziologischen Sozialpolitikforschung gebracht.«
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»Wer sich einen Überblick über dieses Thema verschaffen möchte, dem bietet sich das gut lesbare Buch als idealer Einstieg an.«
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»Eine kenntnisreichere und prägnantere historische Soziologie des Sozialstaats in lesbarer Kurzform ist kaum vorstellbar, und die Kritik der Sozialpolitik im flexiblen Kapitalismus lässt in ihrer Balance an Scharfsinnigkeit und Besonnenheit kaum zu wünschen übrig.«
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»Profunde[r] Ein- und Überblick in bzw. über die sozialstaatlichen Grundlagen, die Entwicklung der Verlaufsformen sowie die aktuelle Umsetzungspraxis (sozial-)staatlicher Aktivierungspolitik.«
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»Eine schöne, zugespitzte Analyse der aktivierungspolitischen Programmatik in verschiedenen Politikfeldern.«
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»Stephan Lessenich hat [...] eine bemerkenswerte, geistvoll und oft auch angebracht ironisch geschriebene Analyse des heutigen Sozialstaates vorgelegt.«
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»Mit einer Vielzahl von Beispielen legt der Autor [...] Widersprüche der aktivierenden und investiven Sozialpolitik offen.«
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Details

ISBN: 9783899427462
Verlag: transcript
Erscheinung: 27.06.2008

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