Eine originelle kulturwissenschaftliche Sicht auf Raum und Stadt, die die Stadtlandschaft von Las Vegas mit ihren Straßenschluchten und Neonlichtern als (amerikanische) Raumkultur des entgrenzten Erlebens deutet.
Die Ästhetik der Immersion ist eine Ästhetik des Eintauchens, des kalkulierten Auflösens von Distanz. Die Räume, in die diese Studie sich begibt, machen Grenzverwischungen zwischen Bild und Welt zum Gegenstand unmittelbaren körperlichen Erlebens. Sie sind ein so bedeutsamer Teil zeitgenössischer Lebenswelt, weil in ihnen kollektive Realitätsphantasien an einem ›wirklichen, wirksamen Ort‹ (Foucault) erfahrbar werden. Ein solcher Ort ist das ›neue‹ Las Vegas. In seiner jüngsten Metamorphose von der Neon- zur Themenarchitektur hat er seinen Avantgardestatus nicht verloren, sondern sich in der materiellen Rückübersetzung digitaler Bild-Räumlichkeit einmal mehr zum Vorreiter kultureller Entwicklungen aufgeschwungen.
Laura Bieger
Laura Bieger (Prof. Dr. phil.) lehrt American Studies an der Rijksuniversiteit Groningen. Forschungs- und Lehraufenthalte in Freiburg, Berlin, Berkeley und Wien. Sie publiziert u.a. in New Literary History, Amerikastudien/American Studies, Studies in American Naturalism, Narrative und ZAA.
Ästhetische Erfahrung Architecture Urban Studies Architektur Urban Studies Urbanity Las Vegas Space Washington Image White City Visual Studies Stadt America Fine Arts