Dieser Band fokussiert die Zukunft der Gen- und Reproduktionstechnologien, wie sie sich in befürwortenden biowissenschaftlichen Diskursen findet. Es wird gezeigt, wie an der Jahrtausendwende Gentechnologie und Befruchtungsverfahren diskursiv miteinander verbunden und Gesetze in Frage gestellt werden. Aufgezeigt werden fundamentale Veränderungen in der Begründung reproduktiver Gentechnologie als Standard-Fortpflanzungsmöglichkeit und emanzipatives Instrument. Diese Verschiebungen reichen von der Fürsprache für gleichgeschlechtliche Zeugung bis zu einem genetischen Gesundheitsbegriff. Das Verständnis dieser Verschiebungen ist unerlässlich für Wissenschaft, Medien und vorausschauende Politik.
Bettina Bock von Wülfingen
Bettina Bock von Wülfingen habilitiert sich mit einem wissenschaftstheoretischen und -historischen Projekt zu Ökonomie in der Biologie der Vererbung und Zeugung und lehrt Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.
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»Es handelt sich um eine vorzügliche Studie zu der man Bettina Bock von Wülfingen gratulieren kann, um sich zugleich der bedrohlichen Realitätsnähe der von ihr beschriebenen 'performativen Utopien' gewiss zu werden.«
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»Interessant ist Bock von Wülfingens Arbeit für all diejenigen, die den Horizont bisheriger Debatten um Reproduktions- und Gentochnologien erweitern möchten.«
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