In den letzten Jahrzehnten haben sich die literaturwissenschaftlichen Fächer für kultur- und mediengeschichtliche Fragestellungen geöffnet. Das führt zu einer Erweiterung des Literaturbegriffs, zur Aufhebung der Differenz zwischen Hoch- und Populärkultur sowie zu neuen literatur- und medientheoretischen Überlegungen. Diesen Veränderungen geht die Anthologie exemplarisch an einem konkreten Beispiel nach: Im Zentrum der interdisziplinären Beiträge, die film- und literaturwissenschaftliche Aspekte mit kulturvergleichenden Ansätzen verbinden, steht Quentin Tarantinos Film »Kill Bill«.Mit Beiträgen von Gereon Blaseio und Claudia Liebrand, Martin Przybilski und Franziska Schößler, Rolf Parr, Georg Mein, Uwe Lindemann und Michaela Schmidt, Oliver Kohns und Paul Fleming.
Achim Geisenhanslüke
Achim Geisenhanslüke, geb. 1965, lehrt Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Literaturtheorie und der europäischen Literatur vom 17.-21. Jahrhundert.
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»Anhand der vorliegenden exemplarisch behandelten Beiträge wird deutlich, dass die bereits im Vorwort angestrebte ›Erweiterung literaturwissenschaftlicher Kompetenzen‹ zu gewinnbringenden Einzelanalysen führen kann, anhand derer (literatur-)wissenschaftliche Praktiken geschärft werden können, ohne eine Trivialisierung der wissenschaftlichen Kultur befürchten zu müssen. Gleichwohl der Band natürlich nicht alle Aspekte des ›Tarantinoversums‹ aufgreifen kann, brilliert das Werk mit neun kultur- und literaturwissenschaftlichen Beiträgen, die jeweils zu sehr unterschiedlichen, aber durchweg erhellenden Erkenntnissen führen.«
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Besprochen in:Jenniver Pavlik, IASL onlineMEDIENwissenschaft, 1 (2007), Andreas Kirchnerepd Film, 1 (2007)
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»›Unzensierter Tarantino-Style für Fans von Martial-Arts-Filmen der Luxusklasse‹. Achim Geisenhanslüke und Christian Steltz haben [den Sammelband] herausgegeben und eine Reihe Kultur- und GeisteswissenschaftlerInnen für ihn gewonnen, die ausnahmslos mit lesenswerten Beiträgen voller origineller ›Lesarten‹ des Films und erhellender Erkenntnisse aufwarten.«
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