Häufig wird die zunehmende »Verspieltheit« moderner Kunst in selbstreflexiven Formen durch den Schwanengesang vom »Ende der Kunst« begleitet. Die Zuwendung der Systemtheorie zu Fragen der Kunst eröffnet hier neue Interpretationsmöglichkeiten, die insbesondere die Rolle solcher selbstreflexiven Formen von Kunst für die Ausdifferenzierung und Autonomie des Kunstsystems in den Blick bekommen. In dieser Perspektive untersucht Christian Schuldt metafiktionale Romane von Laurence Sterne und Flann O'Brien. Seine Analyse verdeutlicht, dass die Evolution der Kunst entscheidend von Formen der Selbstreflexivität und Selbstbeobachtung innerhalb der Kunst vorangetrieben wird. Und sie veranschaulicht ganz allgemein, wie die Systemtheorie fruchtbar für die Literaturwissenschaft genutzt werden kann.
Christian Schuldt
Christian Schuldt ist Soziologe, Autor und Zukunftsforscher. Im Anschluss an sein Studium der Literaturwissenschaft und der Soziologie war er rund 15 Jahre als Journalist und leitender Redakteur tätig. Anschließend arbeitete er zehn Jahre als Studienleiter Autor und Referent für das Zukunftsinstitut. Seit 2023 ist er Co-Founder und Geschäftsleiter des Think-Tanks The Future:Project. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten zählen die Evolution der Gesellschaft sowie der Prozess der digitalen Transformation.
Systemtheorie Systems Theory Sociology Soziologie Literaturwissenschaft Literary Studies Metafiktion Arts Kunst Literature Literatur British Studies Anglistik General Literature Studies Allgemeine Literaturwissenschaft
Besprochen in:IASL online, 05.09.2007, André Schwarck
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»[U]nterm Strich bleiben die grundlegenden romantheoretischen Fragestellungen, die Schuldt aufwirft, höchst interessant.«
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