Die fortschreitende Dynamisierung und Variabilität von Geschäftsbeziehungen erfordert eine hohe Flexibilität bei der Implementierung von Geschäftsprozessen in den beteiligten Informations- und Kommunikationssystemen. Da jedoch die Veränderung zwischenbetrieblicher Schnittstellen aufgrund des hohen Abstimmungsbedarfs sehr aufwändig ist und der Fokus bislang auf der Automatisierung von Massentransaktionen lag, stoßen existierende B2B-Integrationslösungen hier an ihre Grenzen.
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Flexibilität von B2B-Integrationslösungen positiv beeinflusst werden kann und stellt darauf aufbauend die systematische Entwicklung einer geeigneten Softwarearchitektur dar. Beginnend mit einer allgemeinen Nutzenanalyse beim Einsatz von Integrationslösungen, werden verschiedene Gestaltungsansätze für B2B-Integrationsarchitekturen abgeleitet, wobei insbesondere die Modularisierung in Kombination mit einer schnellen Konfigurierbarkeit eine Flexibilitätssteigerung bei gleichzeitig gewahrter Effizienz verspricht. Dieser Ansatz wird daher bei der Herleitung einer komponentenorientierten Inte-grationsarchitektur sowie der Konzeption einer automatisierten Systemkonfiguration auf Basis von B2B-Protokollen weiterverfolgt. Die Vorteile des resultierenden Architekturkonzepts beim Einsatz in B2B-Szenarien werden schließlich anhand eines Prototyps aufgezeigt.
Bettina Fricke
B2B Informations- und Kommunikationssysteme Informationssysteme Integrationsarchitektur IuK-Systeme Kommunikationssysteme Softwarearchitektur