Der pathognostische Angang schwerer Krankheit (Prostatakarzinom) wirft nicht nur mancherlei intellektuellen Mehrwert ab, er mag nicht zuletzt auch kokurative Effekte zu zeitigen. Den Rahmen dessen macht das einschlägige Pathologieverständnis aus: kurzschlüssige Vermittlungsprivation aus Begehrensübermaß. Im weiteren Kontext obwiegt der partialtriebliche und sensualistische Einbezug von Phobien. Zunehmend dann der Akzent auf Krisisfragen der therapeutischen (?) Prozedur („projektive Identifikation“), inclusive deren mögliche Medien: Sprachschrift, Traum, auch Musik; Markierungen, die nicht ohne lebensgeschichtliche Exkurse beider Autoren abgehen.
Karl Thomas Petersen
Kasuistik Pathognostik Psychoanalyse