Im 23. Band des Jahrbuchs für hallische Stadtgeschichte, präsentiert von der Stadt Halle und dem Verein für hallische Stadtgeschichte e. V., entfaltet sich erneut ein vielgestaltiges Panorama zur Geschichte, Kultur und Erinnerung der Saalestadt. Den Auftakt bilden die bewegenden Lebenserinnerungen von Margarete Leo-Fölsche. Es folgen Beiträge zur Normierung und Stigmatisierung von Frauenkörpern im Geschlechtskrankenfürsorgesystem der SBZ/DDR (1946–1989) sowie zur hallischen Kulinarik, die durch die Tradition der Halloren geprägt ist. Ein weiteres Thema widmet sich den Spuren des DDR-Engagements in Afrika im Lichte gegenwärtiger Erinnerungskultur. Biographische Annäherungen finden sich in Aufsätzen über die Künstlerin und Burgdozentin Benita Koch-Otte, über Reils Wohnhaus in der Großen Ulrichstraße 36 und über das Leben und Nachwirken des hallischen Schriftstellers und Naturwissenschaftlers Otto Ule. Mit den Fotografien von Gerald Große rücken außerdem Bildzeugnisse zu Halle-Neustadt in den Fokus. Den Abschluss des reich illustrierten Bandes bilden ein Tagungsbericht sowie die Jahresberichte des Vereins, des Stadtarchivs und des Stadtmuseums der Stadt Halle.
Franziska Lachmann
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