Andreas Pflitsch Pflitsch Zweierlei Barbarei

Zweierlei Barbarei

von Andreas Pflitsch

Überlegungen zur Kultur, Moderne und Authentizität im Dreieck zwischen Europa, Russland und arabischem Nahen Osten

EUR 38,00

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Beschreibung

"Europäisierung", "Verwestlichung" und "Modernisierung" werden meist synonym verwendet, so dass außereuropäische Reformdebatten seit dem 19. Jahrhundert meist in den Bahnen von Dichotomien laufen, bei denen sich "eigene Tradition" und "westliche Moderne" gegenüberstehen. In diesen Untersuchungen werden mit der russischen und der arabischen zwei Modernisierungsdebatten miteinander verglichen, wobei erstaunliche Parallelen aber auch vielsagende Unterschiede zutage treten. War der russische Diskurs lange von Rückständigkeitsgefühlen geprägt, bevor die Bewegung der Slawophilen eine selbstbewusstere, bisweilen offensive Position vertrat, so entwickelte sich der arabische Diskurs in entgegengesetzter Richtung und die anfänglich selbstbewusste Haltung gegenüber dem Westen wurde vor dem Hintergrund wachsender europäischer Einflussnahme defensiver. Die russische Entwicklung bot sich denjenigen arabischen Intellektuellen, die um die Wende zum 20. Jahrhundert eine der zahlreichen russischen Schulen im arabischen Nahen Osten besuchten, als Alternative an. Da man Russland irgendwo zwischen "anderem Europa" und "anderem Westen" verortete, stellte der russische Weg eine Option dar, jenseits der eingefahrenen Dichotomien über die eigene Kultur nachzudenken.

Autor*in

Andreas Pflitsch

Themen in »Zweierlei Barbarei«

Russland Naher Osten Geschichte 1880-2005

Stimmen zu »Zweierlei Barbarei«

Details

ISBN: 9783899136852
Verlag: Ergon
Erscheinung: 18.01.2012

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