Manuela und Ulf sind Mitarbeiter des schwedischen Möbelgiganten IKEA. Sie stammt aus dem Osten Deutschlands, er aus dem Westen. Bei IKEA in Berlin-Spandau haben sie sich ineinander verliebt. Der erste Kuß kurz vor Feierabend, dann ging alles sehr schnell. Sie lösten sich aus ihren alten Beziehungen und beschlossen, gemeinsam etwas Neues zu beginnen. In dieser Zeit kam das Angebot, in Moskau am Aufbau der ersten russischen IKEA-Filiale mitzuarbeiten. Manuela und Ulf sagten zu. Zusammen mit Manuelas 14jährigem Sohn Robert zogen sie nach Moskau.
Sensibel, humorvoll, klug, mit großem Gespür für Menschen und Situationen erzählt Filmemacher Michael Chauvistré von kleinen Träumen und der großen Sehnsucht, von ganzheitlichen Firmenphilosophien und vom Mysterium der Einzelteilmontage, von Moskau, Berlin und der Liebe in den Zeiten des Billy-Regals. Ohne belehrenden Kommentar läßt der Film die kleinen Dinge von den großen erzählen. Mit IKEA nach Moskau wurde von Februar bis März 2000 in drei Phasen gedreht. Das kleine Drehteam – Michael Chauvistré führte selbst die Kamera, dazu kamen Tonmann und Übersetzer – ermöglichte es, nahe und flexibel am Geschehen und den Protagonisten zu sein. Für den fulminaten Showdown des Eröffnungstages wurde ein zweites Drehteam engagiert, das sich im schier unübersehbaren Strom der Kunden auf einige wenige konzentrierte.
Michael Chauvistré