Nino ist dreizehn und nicht auf den Mund gefallen, als sein Vater plötzlich aufhört mit ihm zu reden. Eigentlich hat Nino große Pläne: Mit der HipHop-Band 'Zwei fickende Hunde' wollen er und sein Schulfreund Dan Never reich und berühmt werden. Die Band steckt noch in der Gründungsphase, als die Stimmung in der
'Homebase' in Berlin-Reinickendorf immer unerträglicher
wird. Denn obwohl Nino sich den Kopf zerbricht, gelingt es ihm einfach nicht, den Grund für das Schweigen seines Vaters herauszufinden. Eines Tages hat er die Schnauze voll. Er packt ein paar Dinge in seinen Rucksack und zieht los, um sich fortan alleine durchs Leben zu schlagen. Fabula Rasa ist eine Coming-of-age-Story und ein Berliner Roadmovie, eine moderne Odyssee,
unterlegt mit HipHop-Klängen. Und es ist die Geschichte einer Vatersuche, rasant, einfallsreich und witzig erzählt von einem Sohn, dem es zum Glück die Sprache nicht verschlagen hat.
Philip Meinhold
HipHop Roadmovie Vater-Sohn-Beziehung
"Der ausgebildete Buchhändler und Journalist Philip Meinhold (38) wagt sich für 'Fabula rasa' auf unbekanntes Terrain – und scheitert überraschenderweise nicht. Das Buch hat Sound, die Geschichte trägt 340 Seiten und ist zwar kein Rap-Roman, aber ein trister Bericht aus der Welt gecrashter Wünsche, wo Street-Credibility ohne Ghetto-Romantik erworben wird, in der Eminems Trailerpark als Kirmes-Budenpark aufersteht, das erste Mädchen doch nur semi-erotisch ist und zum Schluss der beste Freund alle Ideale verrät. Das ist zwar traurig, klingt aber wahr. Es wäre gut möglich, dass sich zu den zahlreichen Preisen und Stipendien, die Philip Meinhold bislang eingeheimst hat, noch ein paar hinzugesellen - literarische Preise, keine Battlepokale selbstverständlich."Jan Drees auf einslive.de, 16. Juni 2009
()