Der radikale Umbruch durch die Treuhand-Politik bedeutete für viele Ostdeutsche den Verlust von Arbeit, sozialer Sicherheit und Lebensperspektiven. Dieses Buch erzählt anhand konkreter Beispiele, warum die Schockwellen der 1990er Jahre bis heute reichen. Ehemalige Arbeiter und Angestellte berichten hier erstmals nach langem Schweigen davon, wie ihre Betriebe untergingen und Jahrzehnte harter Arbeit wertlos wurden.
Es sind Geschichten von Verzweiflung, Ohnmacht und Diffamierungen – aber auch von Zusammenhalt und Engagement. Sie zeigen eindrücklich, warum die Wunden der Wiedervereinigung oft noch nicht verheilt sind und warum das Misstrauen gegenüber dem politischen System bei vielen bis heute anhält.
2025: vor 35 Jahren wurde die Treuhandanstalt gegründet
Ein unverfälschter Rückblick in die ostdeutsche Arbeitswelt vor und nach 1990
Zeitzeugenberichte aus dem Osten – und ihre gesamtdeutsche Bedeutung für die Gegenwart
Die Herausgeberin steht für Veranstaltungen zur Verfügung
Katrin Rohnstock
Katrin Rohnstock, geboren 1960 in Jena, ist Literatur- und Sprachwissenschaftlerin sowie Publizistin. Sie gründete und leitet seit 1998 die Firma Rohnstock Biografien, die seit mehr als zehn Jahren Erzählsalons zu den Folgen der Treuhandpolitik veranstaltet und die Erfahrungsgeschichten der Menschen veröffentlicht.
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»Die authentischen Zeitzeugenaussagen verdienen es, sehr ernst genommen zu werden. Sie stehen exemplarisch für die Entwicklungen im Zuge der Umsetzung des Beitrittsbeschlusses – ebenso aber auch für den Stolz der Menschen auf ihre Resilienz beim Durchstehen existenziell schwieriger Situationen.«
Maritta Tkalec, Berliner Zeitung 16.09.2025
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»„Der große Schock“ legt dar, dass die Erfahrungen aus den Wendejahren nicht nur ökonomische, sondern auch seelische Spuren hinterlassen haben und sehr viel Misstrauen gegen Politik, Staatsorgane und Bundesbehörden.«
Marina Hube, Freies Wort, 18.12.2025
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