Ulrike May Elke Mühlleitner May Edith Jacobson

Edith Jacobson

von Ulrike May Elke Mühlleitner

Sie selbst und die Welt ihrer Objekte. Leben, Werk, Erinnerungen

Preis unbekannt

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Beschreibung

Edith Jacobsons ärztliche und psychoanalytische Ausbildung absolvierte sie in der Weimarer Republik, für deren gesellschaftliche Aufbrüche und politische Umbrüche sie ein feines Sensorium besaß. Ihr historisches und politische Interesse verbindet Jacobson mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 1935 wurde sie in Berlin verhaftet, des Hochverrats angeklagt und verurteilt; 1938 gelang ihr die spektakuläre Flucht nach Amerika. Neben Archivmaterialien verarbeitet dieses Buch auch Selbstzeugnisse Jacobsons, wie Briefe, Gedichte und autobiografische Texte, sowie ihre Aufzeichnungen, die sie im Gefängnis gemacht hat.
Edith Jacobssohn oder Jacobson (1897-1978), wie sie sich später nannte, war eine der bedeutendsten Psychoanalytikerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts. In ihrem Leben und Werk verbinden sich die Freudsche Psychoanalyse der Berliner 1920er und 1930er Jahre mit der New Yorker Tradition nach dem Zweiten Weltkrieg. Bekannt wurde Jacobson vornehmlich durch ihre Arbeit mit schwer gestörten und depressiven Patienten. Nach ihrer ärztlichen und psychoanalytischen Ausbildung in der Weimarer Republik engagierte sich Edith Jacobson in den 1930er Jahren im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 1935 wurde sie verhaftet, des Hochverrats angeklagt, verurteilt und ins Gefängnis verbracht. 1938 gelang ihr eine spektakuläre Flucht über Prag nach Amerika. Dort wurde sie Mitglied und Lehranalytikerin der New York Psychoanalytic Society and Institute, war Mitte der 1950er Jahre Vorsitzende dieser angesehenen psychoanalytischen Vereinigung und wuchs zur Autorin von Das Selbst und die Welt der Objekte sowie zahlreicher weiterer Publikationen heran. Das Buch enthält biographische und theoriegeschichtliche Untersuchungen, die sich zum Teil auf bislang unveröffentlichte Archivalien stützen sowie persönliche Erinnerungen von Analysanden und Kollegen Jacobsons. Außerdem werden Gedichte, Briefe und autobiographische Texte Jacobsons sowie ihre Aufzeichnungen aus der Untersuchungshaft in Berlin-Moabit abgedruckt. Mit Beiträgen von: Martin S. Bergmann, Theodore Jacobs, Otto F. Kernberg, Claus Leggewie, Klaus Müller, Lore Reich Rubin, Michael Schröter, Nellie L. Thompson und Aleksandra Wagner.

Autor*in

Ulrike May

Themen in »Edith Jacobson«

Biografie Nationalsozialismus Psychoanalyse

Stimmen zu »Edith Jacobson«

'Der von Ulrike May und Elke Mühlleitner herausgegebene Sammelband bietet ein facettenreiches Bild von Leben und Werk, keine Einführung, aber vor allem in den Erinnerungen von Zeitgenossen und Wegbegleitern ein sehr persönliches Porträt.' Ludger Lütkehaus in der Neuen Zürcher Zeitung am 6./7.05.2006 'Den Herausgeberinnen ist hoch anzurechnen, dass sie Edith Jacobson in vielen Facetten und Widersprüchen gerecht werden, auch wenn manche Kritik an ihr im engeren Familien- und Kollegenkreis zu kurz kommt. Die Erinnerung an diese besondere Frau und Psychoanalytikerin wach zu halten, sie dem Vergessen zu entreißen und Edith Jacobson einem weiteren Leserkreis näher zu bringen ist Ulrike May und Elke Mühlleitner aufs Vortrefflichste gelungen. Dafür ist ihnen zu danken und dem Buch folglich eine breite Leserschaft zu wünschen.' Günther Molitor in Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie 4/2006 'Der von May und Mühlleitner vorgelegte Band zeichnet in siebzehn Einzelbeiträgen ein facettenreiches Bild von Edith Jacobson (1897-1978), die eine der bedeutendsten und einflussreichsten Psychoanalytikerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts war. Dieser Band ist methodisch besonders interessant, da es ihm gelingt, eine sehr persönliche Sicht auf die Protagonistin mit einer theoriegeschichtlichen Analyse und einer wissenschaftshistorischen und zeitgeschichtlichen Kontextualisierung zu verknüpfen. Die Autorinnen und Autoren kennzeichnen eigene Interpretationen mit hoher Transparenz, und eine wiederkehrende Reflexion des Forschungsprozesses trägt zu einem sehr respektvollen Umgang mit der Biographie Jacobsons bei.' Ruth Kloocke in Gesnerus. Schweizerische Zeitschrift für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften 64/2007
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Details

ISBN: 9783898060806
Verlag: Psychosozial-Verlag
Erscheinung: 10.2005

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