Der amerikanische Minimalismus, auch Minimal Music genannt, war einer der erfolgreichsten Beiträge zur neueren Musikgeschichte - so erfolgreich, dass mittlerweile auch andere Komponisten als die ursprünglichen Minimalisten Elemente dieses Stils aufgegriffen und in je eigener Weise weiterentwickelt haben, mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Längst ist in der Diskussion daher von „Postminimalismus" die Rede, wobei dieser Begriff bisher eher als allgemeines Schlagwort denn als definierter Terminus verwendet wird. Dem versucht diese Arbeit abzuhelfen, indem sie auf empirische Weise zu klären versucht, was Postminimalismus konkret eigentlich ist. Dazu werden ausgewählte Werke der als typisch postminimalistisch geltenden Komponisten John Adams, Michael Torke und Louis Andriessen gründlich analysiert und im Zusammenhang des jeweiligen Gesamtwerkes dargestellt. Ein abschließender Vergleich der Ergebnisse dieser Analysen, aus dem eine Definition von Postminimalismus als einem kompositorischen Ansatz entwickelt wird, komplettiert die Arbeit.
Cornelius Bauer
Adams, John Kompositionslehre Torke, Michael