Während sich in Frankreich am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. jede erdenkliche Pracht entfaltet, leiden die deutschen Lande unter den Folgen des Dreißigjährigen Krieges. In dieser bewegten Zeit begeistert sich die behütet aufgewachsene gebildete Fürstentochter Elisabeth für die aufkeimenden Gedanken von der Gleichheit von Mann und Frau. Sie widersetzt sich den Heiratsplänen ihres Vaters, bis dieser die Geduld verliert und sich zu dem Schwur hinreißen läßt, sie solle nach Ablauf eines Monats mit dem erstbesten Manne vermählt werden, der um ihre Hand anhält. Und just an diesem Tag betritt der verwegen aussehende junge Spielmann Jakob den Speisesaal des Fürsten, der die verwöhnte Prinzessin auf die staubige Landstraße führt Elisabeth muß lernen, sich in der ihr so unbekannten Welt der Gaukler und Zigeuner, der Bauern und Küchenmägde zurechtzufinden.
In dieser Variation des Grimmschen Märchens vom „König Drosselbart" wird das Leben der Frauen im 17. Jahrhundert unterhaltsam und spannend dargestellt.
Ingrid Ganss