Die Welfen waren im Hoch- und Spätmittelalter eines der machtvollsten deutschen Adelsgeschlechter von königsgleichem europäischen Rang. Faszinierende Herrschergestalten wie die Herzöge Welf VI. und Heinrich der Löwe kämpften während des 12. Jahrhunderts mit den Stauferkaisern um die Vormacht im Reich. Das Haus blickt heute auf eine über 1200jährige Geschichte zurück. Es bildet heute die älteste hochadelige Familie Europas.
Die welfische Macht gründete sich auf einen seit dem Frühmittelalter angesammelten reichen Besitz an Gütern und Herrschaften, der sich im bayerischen und schwäbischen Raum konzentrierte und dessen Schwerpunkt sich im 12. Jahrhundert nach Niedersachsen verlagerte. Wie diese Machtbasis zustandekam, sich zusammenSetzte und sich weit ausbreitete, sich nach Norddeutschland verlagerte, zersplitterte und schließlich die Zeiten überdauerte, bildet den verbindenden Gegenstand der in diesem Band vereinten Aufsätze.
Karl L Ay