Ulrich Saxer stellt mit Hilfe kommunikationssoziologischer Ansätze die "Entertainisierung" von Politik und Öffentlichkeit in einen mediengesellschaftlichen Gesamtzusammenhang und berücksichtigt dabei gleichermaßen die Ebenen von Individuum, Organisation und Gesellschaft.
"Politainment" als Verknüpfung von Politik und Unterhaltungskultur erweist sich dabei als komplexer Mechanismus, der Probleme politischer Öffentlichkeit in Mediendemokratien ebenso zu lösen hilft wie er sie vergrößern kann. Wahlkämpfe sind in einer auf Unterhaltung ausgerichteten Öffentlichkeit demnach weniger Ausdruck von "Amerikanisierung" als das Ergebnis der "Eventisierung" politischer Prozesse.
Ulrich Saxer
Mediengesellschaft Gesellschaftswandel Politainment Politik Wahlkampf
Saxer betont, einen wissenschaftlichen Essay vorgelegt zu haben, um damit zum Weiterdenken anzuregen. In der Tat, wer Saxer schon persönlich erleben durfte, hat beim Lesen den Eindruck, er stünde leibhaftig vor ihm und trüge den Text vor, mit dem ihm eigenen Understatement, gepaart mit einer Prise Selbstironie. Die Lektüre selbst ist dadurch wirklich unterhaltsam, was sie also von dieser Warte her zu einem Genuss macht. Empfehlenswert ist das Buch vor allem für Forscher, die auf diesem Gebiet arbeiten und an einem kommunikationssoziologischen Analysedesign interessiert sind, das Entertainisierung von Mediengesellschaften als Totalphänomen versteht, also als sämtliche Gesellschaftsebenen durchwirkender Wandel beschreibt. (pr-guide.de, 06.08.2007)
Die Bescheidenheit, mit der er sein immerhin knapp 350 Seiten starkes Werk als ›Essay‹ einstuft, der in erster Linie zum Weiterdenken anregen soll, ehrt ihn zwar, ist aber fehl am Platz: Die Erkenntnisse bieten weit mehr als bloß eine Grundlage. Als solche aber ist das Buch unentbehrlich. (tv diskurs, 41/ 2007)
Der Autor selbst gibt seinem Text den Status eines „wissenschaftliche[n] Essay[s]“, der „zum Weiterdenken stimulieren [soll]“ (S.9f.). Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass die lohnenswerte Lektüre eine breite Basis schafft, von der aus dieses Weiterdenken in weitere Forschung zum Thema münden kann, um z.B. das Empirie-Defi zit auf dem Gebiet zu mindern. (Medienwissenschaft, 03/2007)
Wie er diese vielen Einzelergebnisse in Zusammenhänge bringt, Konzentrate liefert, statt collagenhaft Zitate aneinander zu reihen, Bezüge herstellt, Erklärungen anbietet, immer den Überblick behält und einen integrierenden Textfluss erzeugt, das sind Resultate einer bewundernswerten intellektuellen Anstrengung. Darin steckt eine sekundärliterarische Verarbeitungskapazität, für die alle geradezu dankbar sein müssen, deren oft kleinteiligen Einzelergebnisse hier aufgenommen werden in die Systematik einer aspektreichen Synthese. (Communicatio Sozialis, 03/2007)
Insgesamt ist ›Politik als Unterhaltung‹ ein lesenswertes und anspruchsvolles Buch, das den aktuellen Stand der Forschung von Unterhaltungsprozessen in der Mediendemokratie kenntnisreich aufbereitet und daher uneingeschränkt zu empfehlen ist. Der Band ist klar strukturiert und liefert neben tragfähigen Zwischenzusammenfassungen auch zahlreiche Abbildungen zum besseren Verständnis. So ermöglicht das Werk dem Rezipienten trotz der hohen intellektuellen Dichte der Darstellung von Begriffen, Konzepten und Theorieentwürfen eine kenntnisreiche Vermittlung relevanter Informationen und Konzepte zum Wandel politischer Öffentlichkeit in der Mediengesellschaft. (H-Soz-u-Kult, 07.08.2008)
Insgesamt ist ›Politik als Unterhaltung‹ ein lesenswertes und anspruchsvolles Buch, das den aktuellen Stand der Forschung von Unterhaltungsprozessen in der Mediendemokratie kenntnisreich aufbereitet und daher uneingeschränkt zu empfehlen ist. Der Band ist klar strukturiert und liefert neben tragfähigen Zwischenzusammenfassungen auch zahlreiche Abbildungen zum besseren Verständnis. So ermöglicht das Werk dem Rezipienten trotz der hohen intellektuellen Dichte der Darstellung von Begriffen, Konzepten und Theorieentwürfen eine kenntnisreiche Vermittlung relevanter Informationen und Konzepte zum Wandel politischer Öffentlichkeit in der Mediengesellschaft. (Zfkm, 01/2008)
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