Dei Neuausgabe eines der erfolgreichsten Romane des frühen 19. Jahrhunderts machten einen Autor wieder zugänglich, den Arno Schmitdt für sehr lesenswert und zu Unrecht vergessen hielt, und den er in die Ahnengalerie jender verkannten Literaten aufnahm, die eigentlich - Schmidt zufolge - einen Ehrenplatz in der deutchen Literaturgeschichte beanspruchend ürfen. Karl Spindler gehörte in der Tat zu den meistgelesenen Schriftstellern zwischen 1820 und 1860, dessen Gesamtwerk in einer 101bändigen Ausgabe erschein. Der dreibändige Roman Der Jesuit erzählt eine abenteuerliche Liebesgeschichte, die teils in Europa teils in Südamerika in den Jahren 1720 und 1721 spielt. Er handelt von jesuitischen Geheimbünden, deren Welteroberungsstreben und von mancherlei Abenteuern, die die Hauptgestalten bestehen müssen. Man erfährt in diesem historischen Roman viel Wissenswertes über den paraguayischen Jesuitenstaat und die Doktrin dieser religiösen Verbindung.
Karl Spindler
Belletristik Erzählende Literatur