Hans-Walter Schmuhl Ulrike Winkler Schmuhl Diakonie in der Diaspora

Diakonie in der Diaspora

von Hans-Walter Schmuhl Ulrike Winkler

Das Evangelische Diakoniewerk Gallneukirchen von der Habsburgermonarchie bis in die Zweite Republik

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Beschreibung

Die Geschichte der Evangelischen Kirche in Österreich kennzeichnet die Besonderheit der Diasporasituation, konfessionelle Minderheit in einem katholisch dominierten Umfeld zu sein. Ein Weg, sich in der 'Zerstreuung' zu behaupten, war die Gründung von Vereinen für Innere Mission und Diakonie. So wie auch das Diakoniewerk als Verein für Innere Mission seinen Anfang nahm. Die Mutterhausdiakonie war ein bedeutender Identifikationsfaktor der Evangelischen und trug zu einer besseren Vernetzung der evangelischen Gemeinden bei. Die Diakonissenanstalt, wie das Diakoniewerk lange geheißen hat, stellte im katholischen Österreich einen Solitär dar. Mit diesem Werk liegt erstmals eine umfassende Darstellung der Geschichte des Diakoniewerkes, von dessen Anfängen als Verein für Innere Mission im Jahr 1874 bis in die frühen 1970er Jahre vor. Das ist zugleich ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der Diakonie in Österreich, des Protestantismus in Österreich und der österreichischen Geschichte insgesamt. www.diakoniewerk.at/de/news/IDnews=20837

Autor*in

Hans-Walter Schmuhl

Themen in »Diakonie in der Diaspora«

Diakonie Diaspora Evangelisch Gallneukirchen Heim Österreich

Stimmen zu »Diakonie in der Diaspora«

In der Gesellschaft bedarf der Mensch der Aufmerksamkeit der Mitmenschen. Aus dieser Überlegung hat sich im Laufe der Geschichte der Gedanke der Diakonie entwickelt, in welcher einzelne Menschen anderen dienen und zugleich eigene Zuwendung für ihre Überlegungen und Gedanken gewinnen wollen. Gerne möchte der eine, dass andere, so fern sie auch örtlich sein mögen, sein Weltbild aufnehmen und weitergeben. Auf dieser Grundlage hat nicht nur Jesus Christus für andere gelebt, sondern hat sich auch die nach ihm benannte Religion entwickelt, die auf Grund ihrer Größe und Verbreitung zu einer vielfältigen weltweiten Organisation gewachsen ist. Martin Luther hat eine Reihe ihrer Erscheinungen als fehlerhaft beurteilt und deswegen eine Reformation angestrebt, welche das Christentum im Kern in Katholiken und Evangelische aufgespaltet hat. Von daher ist es möglich geworden, dass ein evangelisches Diakoniewerk in der katholisch gebliebenen Habsburgermonarchie in der Nähe von Linz im Südosten des deutschen Sprachraums seit 1874 Fuß gefasst hat. Die vorliegende Monographie beruht auf einem Forschungsauftrag des Vorstands des Diakoniewerks Gallneukirchen, den die beiden Verfasser umfassend und gründlich erfüllt und verwirklicht haben. Gegliedert ist das ansprechende Werk nach einer Einleitung in meist kurze und überschaubare zeitliche Abschnitte (1806-1874, 1874-1884, 1884-1914, 1914-1918, 1918-1938, 1938-1945, 1946-1955, 1956-1965, 1966-1981 und 1982-2015). Anschaulich zeigt es, wie aus einfachen Mühen einiger weniger »erweckter« evangelischer Christen insgesamt eine transnational verflochtene, nicht mehr strikt auf Evangelisches beschränkte, transnational verflochtene diakonische Unternehmensgruppe der Wohlfahrtspflege in Österreich mit rund 3.200 Mitarbeitern (davon 76 Prozent katholisch) in einhundert Einrichtungen entstanden ist, die vielen Hilfebedürftigen Unterstützung bietet und dabei christliche Vorstellungen unmittelbar anderen in kleinen Schritten auf dem langen Weg zwischenmenschlicher Zusammenarbeit erfolgreich vermittelt. Gerhard Köbler, in: Zeitschrift integrativer europäischer Rechtsgeschichte (ZIER) 5, 2015 www.koeblergerhard.de/ZIER-HP/ZIER-HP-05-2015/SchmuhlHans-Walter-DiakonieinderDiaspora.htm
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Details

ISBN: 9783895349867
Verlag: Aschendorff
Erscheinung: 21.04.2015

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